Der Spielplatz Junkerweg wurde 1959 auf einer Fläche von 1.193 m² errichtet. Aufgrund des geringen Angebots an Spielgeräten wird er trotz seiner naturnahen Lage und der Vielzahl an Kindern im Stadtteil derzeit wenig genutzt. Die geplante Nutzung von Haus Leithe und der geplante Schulneubau am Junkerweg werden jedoch voraussichtlich zu einer verstärkten Nutzung führen. Daher sind insbesondere die Erneuerung der Spielgeräte und des Mobiliars sowie eine neue Wegeführung notwendig. Die Grundstruktur der Spielfläche soll jedoch erhalten bleiben.
Im Rahmen des Umweltbildungsprojekts "Quartiersentdecker" erkundeten Vor- und Grundschulkinder aus den Kitas und Schulen der Neustadt ihren Stadtteil mit eigenen Kameras. Sie fotografierten, was sie interessant und schön bzw. langweilig fanden. Im Zuge dieser Aktion wurde auch der Spielplatz Junkerweg besucht und bewertet. Zudem besuchten Grundschulkinder gemeinsam mit der Kinderbeauftragten für den Bezirk Süd den Spielplatz, bewerteten die Anlage und formulierten ihre Wünsche für die Neugestaltung.
Ergänzend wurde in der Kita Johanniterstraße ein Plakat aufgehängt, auf dem (Groß-)Eltern ihre Ideen und Wünsche notieren konnten. Hier wurde insbesondere der Wunsch nach mehr Aufenthaltsmöglichkeiten für Eltern geäußert.
Das Ergebnis der Beteiligungen zeigte, dass der Spielplatz Junkerweg derzeit keine spannenden Spielgeräte bietet, jedoch aufgrund seiner Größe und der freien Spielflächen von den Kindern positiv bewertet wird. Besonders gewünscht wurde eine thematische Gestaltung des Spielplatzes in Anlehnung an das benachbarte Rittergut sowie der Erhalt einer Fläche für freies Spiel.
Der geplante Spielplatz wird naturnah gestaltet, wobei der vorhandene Baumbestand und die Topographie erhalten bleiben. Die Auswahl der Spielgeräte orientiert sich thematisch am benachbarten Rittergut, um eine harmonische Verbindung mit der Umgebung herzustellen. Die unterschiedlichen Geländehöhen werden in das Spielkonzept integriert, um eine abwechslungsreiche Spiellandschaft zu schaffen.
Sichtbar vom Umbau ist noch nichts, aber im Hintergrund laufen die Vorbereitungen.
In Zusammenarbeit mit dem beauftragten Landschaftsplanungsbüro wurde das Konzept des neuen Spielplatzes weiterentwickelt, sowie Details zu Spielbereichen, Sitzplätzen und Bolzplatz festgelegt.
Parallel haben die bei allen Bauprojekten üblichen vorsorglichen Untersuchungen zu möglichen Belastungen auf der Fläche stattgefunden. Bodenproben wurden entnommen und auf Schadstoffe untersucht, daneben wird es auch noch eine Bombensondierung geben.
Bei der gesamten Planung müssen die Belange des Denkmalschutzes beachtet werden. Nicht nur das an den Spielplatz angrenzende Gebäude Haus Leithe steht unter Denkmalschutz, sondern auch Teile der Spielplatzfläche als sogenanntes Bodendenkmal. Hier befanden sich früher u.a. die Gräfte, also die Wassergräben des ehemaligen Ritterguts Haus Leithe, und im Boden liegen womöglich archäologisch interessante Spuren der Besiedlung seit dem Mittelalter. Eine enge Abstimmung mit den zuständigen Stellen des Denkmalschutzes findet daher ebenfalls statt.