Nach der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 steht im Jahr 2026 das nächste kulturelle Großereignis für das Revier an: Vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 findet die Manifesta 16 Ruhr statt.
Die Manifesta ist eine internationale Kunst-Biennale für zeitgenössische Kunst, Architektur und Gesellschaft und findet in zwölf leerstehenden Nachkriegskirchen statt. Diese sind über vier Gastgeberstädte des Ruhrgebiets verteilt: Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum.
Ihr Hauptquartier hat das internationale Team der Manifesta in Gelsenkirchen eingerichtet: Im ehemaligen Pfarrhaus der Kirche St. Josef an der Virchowstraße in Ückendorf werden die Fäden der Biennale für das Revier zusammengeführt.
Mit einem „Open Call für lokale Projekte“ hat das Team der Manifesta 16 Initiativen, Kollektive, Institutionen und Einzelpersonen aus dem gesamten Ruhrgebiet eingeladen, Vorschläge für interdisziplinäre soziokulturelle Projekte einzureichen. Im Mittelpunkt stand auch hier die Idee, neue kreative Impulse dazu zu entwickeln, wie die ehemaligen sakralen Kirchenräume wieder in den Dienst der Gemeinschaft gestellt und zu neuen, nicht-religiösen Orten für Zusammenhalt und die Zusammenarbeit in den Stadtvierteln werden können. Eine Jury aus lokalen und internationalen Kulturexpertinnen und -experten wählte entsprechende Projekte aus, die im gesamten Ruhrgebiet stattfinden können.
In Gelsenkirchen werden vier leerstehende Kirchengebäude im Stadtgebiet in kommunale Zentren für künstlerische und soziale Projekte verwandelt beziehungsweise weiterentwickelt:
Die Manifesta ist eine europäische Biennale, die alle zwei Jahre an einem anderen Ort in Europa stattfindet. Der Startschuss fiel 1996 in Rotterdam, seither war die Manifesta in verschiedenen Städten zu Gast. Träger der Biennale ist die International Foundation Manifesta.