16. August 2017, 14:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Obwohl Oberbürgermeister Frank Baranowski immer wieder auf die Unterbesetzung der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof hingewiesen hat, ist offenbar im zuständigen Bundesinnenministerium kein Umdenken zu erkennen. Nach einem Bericht in der WAZ von heute mit dem Titel „Hilfeschrei der Polizei“ stellt sich die Situation noch dramatischer da, als sie in Vergangenheit schon war. Konnten 2016 noch zwei Drittel der Schichten besetzt werden, ist jetzt offenbar nur noch die Hälfte der Zeit eine Besatzung vor Ort.
Oberbürgermeister Frank Baranowski hatte bereits im Juli 2016 den Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, auf die Zustände im Gelsenkirchener Hauptbahnhof aufmerksam gemacht und nachdrücklich um eine Verstärkung der Einsatzkräfte gebeten. Im September 2016 hat er seine Forderung schriftlich erneuert, da der Bundesinnenminister mitteilen ließ, dass eine Verstärkung der dem Bundespolizeirevier Gelsenkirchen dauerhaft zugeordneten Dienstposten nicht vorgesehen ist. Damals hieß es noch, dass der Bereich des Bundespolizeireviers Gelsenkirchen „lagebezogen verstärkt“ werde.
Frank Baranowski: „Die heute veröffentlichten Zahlen machen deutlich, dass meine damalige Forderung, die Zahl der Stellen der Bundespolizei in Gelsenkirchen dauerhaft auszuweiten und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Bereich des Hauptbahnhofes und des direkten Bahnhofsumfeldes zu leisten, mehr als berechtigt waren und auch heute ihre Gültigkeit haben. Allein verbessert hat sich nichts, es ist im Gegenteil noch schlechter geworden. Dabei hatte das Bundesinnenministerium noch zugesagt, die Präsenz am Hauptbahnhof lageangemessen anzupassen.“
Obwohl die Stadt Gelsenkirchen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst auch den Hauptbahnhof immer wieder bestreift und so für mehr Sicherheit sorgt, ist doch die Bekämpfung von Kriminalität eine Aufgabe der Polizei und im Bahnhofsbereich speziell der Bundespolizei.
Oberbürgermeister Frank Baranowski hat daher erneut den Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière angeschrieben: „Diese Entwicklung zum Negativen widerspricht eklatant Ihren öffentlichen Äußerungen zum Stellenwert der objektiven und subjektiven Sicherheit, und ich halte sie bezogen auf den Standort Hauptbahnhof Gelsenkirchen auch nicht für hinnehmbar. Sowohl die Stadt Gelsenkirchen als auch die Landespolizei haben in den letzten Wochen und Monaten die personelle Präsenz rund um den Hauptbahnhof erhöht. Einen entsprechenden Beitrag erwarten wir aber auch von der Bundespolizei.“
Erneut dringt der Oberbürgermeister daher darauf, die Präsenz der Bundespolizei in Gelsenkirchen dauerhaft auszuweiten und damit einen wichtigen Beitrag auch des Bundes zur Sicherheit im Bereich unseres Hauptbahnhofes und des direkten Umfeldes zu leisten.
Frank Baranowski: „Wahlplakate sind das eine – konkretes Handeln das andere!“