Im zweiten Bauabschnitt entsteht das Herzstück des neuen Bildungs- und Innovationscampus: ein Gebäude mit verschiedenen Nutzern und Angeboten aus den Bereichen der beruflichen Bildung und der Wirtschaft. Dieses Gebäude wird zwischen dem Weißen Riesen und dem Musiktheater im Revier errichtet. Von der City aus kommend, kann es auch als Tor zum Campus betrachtet werden.
Der Planungsbeschluss für dieses zweite Gebäude wurde im Juni 2025 vom Rat der Stadt einstimmig gefasst. Hauptnutzer wird das städtische Berufskolleg für Technik und Gestaltung (btg), das von seinem bisherigen Standort an der Overwegstraße umzieht und dann auch seine Dependancen an der Turmstraße und der Grimmstraße aufgibt.
Den Architektenwettbewerb gewann der Entwurf Büro C.F. Møller Architects mit Hauptsitz im dänischen Ahaus. Der Vorschlag überzeugte durch seine architektonische Qualität, sein klares städtebauliches Konzept und seine Fähigkeit, berufliche Bildung und öffentliches Leben zusammenzuführen:
- Anker des Gebäudes soll ein offenes Erdgeschoss werden, das für die Stadtgesellschaft zugänglich sein soll. Zentrale Campus-Einrichtungen wie etwa ein Empfang, Veranstaltungsräume und ein gastronomisches Angebot sollen hier eingerichtet werden.
- Das Gebäude wird überwiegend aus einem Holz-Hybridsystem errichtet, das sowohl im Innenraum als auch in der Fassade sichtbar bleiben soll. Staffelartige Terrassen fügen sich harmonisch in das Stadt-Umfeld ein und schaffen zugängliche Außenräume. Balkone und begrünte Bereiche zur Förderung des gemeinsamen Lernens und Austausches sind ebenso vorgesehen.
- Für das erneuerte btg wird eine offene Lernlandschaft aus Klassenräumen, Lehr-Werkstätten und anderen Lernorten geschaffen, die den Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen Bildungsgänge den passenden Rahmen für ein eng begleitetes, aber möglichst selbstreguliertes Lernen bietet.
Das neue Berufskolleg für Technik und Gestaltung soll so ausgestattet werden, dass es der Gelsenkirchener Wirtschaft in der Energiewende und Digitalisierung starke Impulse verleihen kann. Es soll für einen Aufbruch in der beruflichen Bildung stehen.
Neben dem btg werden weitere Nutzer im ersten Campus-Gebäude vertreten sein, unter anderem die Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen. Ein öffentlich zugänglicher MakerSpace mit Bezug zur beruflichen Erst- und Fortbildung ist geplant, weitere Angebote (etwa zur beruflichen Orientierung) sind noch in Arbeit.