04. November 2026, 13:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Mit über 100 Bannern an markanten Stellen im Stadtgebiet und mehr als 200 Plakaten setzen die Demokratische Initiative und ihre Mitglieder ein sichtbares Zeichen. „Menschen.Freundlich.Welt.Offen.“ steht auf den Bannern und Plakaten. Bis Ende Januar nächsten Jahres sollen sie in Gelsenkirchen zu sehen sein.
„Man kann die Worte unterschiedlich zusammensetzen, doch die Botschaft ist klar. Wir wollen ein Gelsenkirchen, in dem sich die Menschen freundlich, mit Respekt und Toleranz, Offenheit und Interesse begegnen. Eine Stadt mit Zivilcourage gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit. Diese Botschaft trägt die Aktion nun hundertfach in unsere Stadt“, erläutert Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin und Schirmherrin der Demokratischen Initiative Andrea Henze.
Mit dabei sein werden zum Beispiel die Gelsenkirchener Kindertagesstätten (GeKita) sowie die Evangelischen Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid.
„Menschenfreundlich und weltoffen zu sein, ist für mich Vision und Selbstverpflichtung zugleich. Die ökumenische Botschaft lautet: Lernt euch kennen, lernt miteinander und voneinander. Das braucht unsere Stadt mehr denn je“, betont Heiner Montanus, Superintendent der Evangelischen Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid.
GeKita stattet seine Tagesstätten mit mehr als 80 Plakaten aus. Es ist nicht die erste Plakataktion. Denn bereits im Jahr 2001 hatten Kinder und Teams aus den städtischen Tageseinrichtungen eine große Plakataktion zum Leitgedanken „Bei uns ist Platz für jedes Kind“ gestaltet.
„In der täglichen Arbeit finden sich die Grundsätze unseres Leitbildes wieder, nach denen wir die Arbeit der Kitas weltanschaulich neutral durch die Wertschätzung eines jeden Menschen ausrichten. Das Motto der Banneraktion spiegelt in perfekter Weise den Leitgedanken „Bei uns ist Platz für jedes Kind“ von GeKita wider“ erklärt Holle Weiß, Betriebsleiterin der Gelsenkirchener Kindertagesbetreuung. GeKita stehe für Chancengerechtigkeit und heiße alle Kinder und Familien willkommen, so Holle Weiß weiter.
„Wir haben gesehen, wozu Ausgrenzung und Hass führen können. Ich erinnere an den 9. November 1938, als es auch in Gelsenkirchen Pogrome gegen Menschen jüdischen Glaubens gab, und die Synagogen brannten“, so die Oberbürgermeisterin. Sie kündigte an, dass auch in diesem Jahr der Novemberpogrome, die die Nazis zynisch Reichskristallnacht nannten, mahnend gedacht werde.
Die Demokratische Initiative ist ein Bündnis aus Parteien, Kirchen, karitativen Einrichtungen, Gewerkschaften und weiteren relevanten Gruppen Gelsenkirchens. Zum Auftakt der Aktion sind Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen am Mittwoch, 4. November, im Hans-Sachs-Haus zusammengekommen.
Die Aussage der Banner und Plakate geht auf eine Initiative des Kulturbeirats zurück, mit der dieser auf Geschehnisse in der Stadt im Sommer dieses Jahres reagierte. Das Plenum der Demokratischen Initiative hat dies aufgegriffen und die stadtweite Aktion entwickelt.