02. November 2026, 14:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
„Was sich in Rotthausen und Horst bereits bewährt hat, um den sozialen Frieden zu wahren und die Lebensqualität zu verbessern, das klappt auch in Bulmke-Hüllen und Schalke-Nord“, ist Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze überzeugt. Sie setzt auf den sogenannten Integrativen Ansatz, der viele unterschiedliche Kräfte und Handlungsmöglichkeiten bündelt: „In enger Zusammenarbeit mit dem Caritasverband und dem Deutschen Roten Kreuz intensiviert die Stadt die Sozialarbeit und Jugendhilfe, werden Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei vor Ort im Austausch sein und auch die Stadterneuerung wird weiter vorangetrieben und gegen Problemimmobilien vorgegangen.“
In keinem der beiden Stadtteile fange man bei Null an, betont Uwe Gerwin, Leiter des Referats Zuwanderung und Integration der Stadt Gelsenkirchen. „In Schalke-Nord knüpfen wir an die gemeinsame Quartiersarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz an, in Bulmke-Hüllen an die bewährte Zusammenarbeit mit der Caritas“, erläutert Uwe Gerwin. Nach umfassender Analyse sei entschieden worden, auch in diesen Stadtteilen die Kräfte noch stärker zu bündeln. „Der integrative Ansatz wird dazu beitragen den sozialen Frieden zu wahren und die jeweiligen Potenziale zu nutzen und zu stärken. In beiden Quartieren gibt es Ansprechpartner, die sich um das Konfliktmanagement vor Ort kümmern“, so Gerwin.
In Schalke-Nord werden die Fäden im bereits bekannten zentralen Stadtteiltreff und Begegnungsort Henry´s des Deutschen Roten Kreuz (DRK), mitten auf der Schalker Meile, Kurt-Schumacher-Straße 154, zusammenlaufen. Teamleiter ist Michael Mrowitz, Ansprechpartner für das Konfliktmanagement ist Richard Gatzen.
Zum Team zählen drei Einsatzkräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes, mit zweieinhalb Stellen ist die aufsuchende muttersprachliche Sozialarbeit und Beratung besetzt, mit einer Stelle die mobile Jugendarbeit und mit einer halben Stelle die Schulmittlung. Diese soll auf den regelmäßigen Schulbesuch achten, aber auch helfen, Konflikte in den Schulen zu lösen. An den gemeinsamen Teamsitzungen werden auch Mitarbeitende des Stadtteilbüros Schalke-Nord teilnehmen und die Handlungsmöglichkeiten zur Stadterneuerung einbringen.
In Bulmke-Hüllen ist trotz intensiver Suche noch keine Anlaufstelle gefunden worden, doch die Mitarbeitenden der aufsuchenden Sozialarbeit sind bereits im Quartier unterwegs. Hanna van Holt ist in Bulmke-Hüllen die Teamleiterin, Ansprechpartner für das Konfliktmanagement ist Gabriel Frunza.
Auch in Bulmke-Hüllen werden drei Einsatzkräfte des KOD eingesetzt. Da hier die Zahl der zu betreuenden Schulen höher ist, sind für die Schulmittlung eineinhalb Stellen vorgesehen, während für die mobile Jugendarbeit eine Stelle eingeplant ist. Die aufsuchende muttersprachliche Sozialarbeit und Beratung ist mit drei Stellen abgedeckt. An den Teamsitzungen nehmen auch Mitarbeitende des Stadtteilladens Bulmke-Hüllen teil. Das Vorgehen gegen Problemimmobilien wird fortgesetzt.
„In Rotthausen und Horst hat die Stadt bewiesen, dass die Wahrung des sozialen Friedens machbar ist, Bildungs- und Teilhabechancen verbessert werden können. Die dort gemachten Erfahrungen werden nun in Schalke-Nord und Bulmke-Hüllen eingebracht, um die hier bereits geleistete Arbeit zu vertiefen und noch besser zu machen“, blickt Oberbürgermeisterin Andrea Henze zuversichtlich nach vorn.
Vor rund drei Jahren hatte die Stadt in Rotthausen und Horst begonnen, den integrativen Ansatz umzusetzen. Mit Erfolg, wie Zahlen belegen: So sank die Zahl der Beschwerden im Jahr 2025 stark. Waren es in Horst im Januar noch 142, sank die Zahl im Dezember auf 14. Die Entwicklung in Rotthausen war vergleichbar. Hier sank die Zahl von 184 auf 13.