28. September 2026, 10:37 Uhr | Emschergenossenschaft/Lippeverband
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Die Emschergenossenschaft beginnt voraussichtlich Ende Oktober mit der naturnahen Umgestaltung des bereits abwasserfreien Lanferbachs in Gelsenkirchen-Buer. Zur Vorbereitung der Baumaßnahme wird der Wasserwirtschaftsverband das Baufeld freimachen, dazu finden im Abschnitt ab südlich der A42 bis zur Sutumerfeldstraße vorlaufende Rodungen im Bereich des Gewässers statt. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.
Die ökologische Verbesserung des Lanferbachs in dem Abschnitt von der A2 bis zur Sutumerfeldstraße wird voraussichtlich bis Ende 2027 dauern. Die Emschergenossenschaft investiert rund fünf Millionen Euro in die Revitalisierung des einst offenen Schmutzwasserlaufes, der im Zuge des Generationenprojektes Emscher-Umbau vom Abwasser befreit wurde.
Im Zuge der naturnahen Umgestaltung der technisch stark überformten Gewässertrasse wird der Lanferbach unter anderem entfesselt, indem die Betonsohlschalen sowie weitere Befestigungen entfernt werden. Dort, wo der Platz es zulässt, erhält der Lanferbach zudem ein neues Gewässerprofil.
Über weitere Details des Umbaus des Lanferbachs wird die Emschergenossenschaft rechtzeitig vor Baubeginn noch informieren.
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung.
Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen.