22. Oktober 2026, 11:53 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Die Stadt Gelsenkirchen hat einige ihrer Webanwendungen vorsorglich vorübergehend abgeschaltet. Grund sind zwei kritische Sicherheitslücken in der weit verbreiteten Web-Programmiersprache PHP, auf die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 21. Oktober 2026 aufmerksam gemacht hat. Die Schwachstellen könnten es Angreifenden ermöglichen, Schadcode auf betroffenen Webservern auszuführen und dadurch IT-Systeme zu gefährden. Mit der vorübergehenden Abschaltung will die Stadt mögliche Angriffe verhindern, bis geeignete Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt sind.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das, dass einzelne städtische Online-Angebote derzeit nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sind. Betroffen sind unter anderem das Serviceportal und Kitaportal. Die Hauptseite www.gelsenkirchen.de bleibt verfügbar. Sie nutzt kein PHP, auch wegen der weiten Verbreitung von PHP und entsprechende Attraktivität für Angriffe wird hier eine andere Programmiersprache verwendet. Allerdings kann es auch dort zu Einschränkungen kommen; eingebundene Dienste Dritter oder Karten können teilweise nicht verfügbar sein.
Die Sicherheitslücken stellen ein potenzielles Risiko für zahlreiche Webserver und Webanwendungen dar. Auch verschiedene Online-Angebote der Stadt Gelsenkirchen sind von der Sicherheitsproblematik betroffen beziehungsweise müssen auf mögliche Risiken überprüft werden. Da geeignete Sicherheitsupdates zunächst bereitgestellt und installiert werden müssen, hat die Stadt entschieden, betroffene Anwendungen vorsorglich vom Netz zu nehmen.
Die Stadt Gelsenkirchen arbeitet mit Hochdruck daran, die betroffenen Online-Angebote schnellstmöglich und unter Berücksichtigung der notwendigen Sicherheitsanforderungen wieder zur Verfügung zu stellen.