16. September 2026, 16:09 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
So soll die neue Feuerwache 1 an der Wildenbruchstraße aussehen. Bildrechte: Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH mit der Campus GmbH - Bauten für Bildung und Sport
Die Stadt Gelsenkirchen treibt die Zukunft der Feuer- und Rettungswache 1 voran: Für den Standort an der Wildenbruchstraße 50 liegt nun eine umfassende Machbarkeitsstudie vor. Sie zeigt auf, wie ein moderner Neubau aussehen könnte. Die Pläne sind in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bauen und Liegenschaften vorgestellt worden. Einen entsprechenden Planungsbeschluss wird dann der Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung treffen.
Die Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH (GE) soll mit der Vorbereitung des Rückbaus des Bestandsgebäudes sowie der Planung einer Feuerwache inklusive der Fahrzeughallen und Nebenräume auf dem Grundstück an der Wildenbruchstraße 50 beauftragt werden.
Hintergrund ist der Zustand der bestehenden Gebäude der Feuerwache 1. Diese gelten als baulich überaltert, funktional zergliedert und teilweise schadstoffbelastet. Eine Sanierung im laufenden Betrieb wird als nicht sinnvoll eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie mögliche Lösungsansätze, darunter auch einen vollständigen Neubau. Erarbeitet wurde die Untersuchung vom Büro Dasch Zürn + Partner.
Im Ergebnis empfiehlt die Machbarkeitsstudie eine kompakte, flächenoptimierte Bauform, die eine effiziente Nutzung des Grundstücks sowie neue Flächen für eine zusätzliche Quartiersnutzung ermölichet. Zugleich stellt die Studie die deutliche Verbesserung der Abläufe von Feuerwehr und Rettungsdienst in Aussicht.
Der vorgestellte Entwurf sieht einen klar strukturierten Baukörper mit einer Nutzfläche von rund 5.400 Quadratmetern vor. Darin könnten künftig Einsatzdienst, Rettungswache, Fahrzeughallen, Werkstätten sowie Schulungs- und Verwaltungsbereiche gebündelt werden.
Besonderes Augenmerk liegt auf funktionalen Abläufen: kurze Wege, eine konsequente Trennung von sauberen und kontaminierten Bereichen sowie optimierte Prozesse für Ausrücken und Rückkehr sollen die Einsatzfähigkeit erhöhen.
Auch städtebaulich spielt das Projekt eine wichtige Rolle. Das Umfeld der Wildenbruchstraße ist durch eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe geprägt. In direkter Nachbarschaft befinden sich eine Polizeiwache sowie eine geplante Grundschule. Zudem ist der Standort gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Die Studie zeigt damit nicht nur eine bauliche Lösung, sondern ordnet den möglichen Neubau auch in die Entwicklung des Quartiers ein.
Ob und in welcher Form der Neubau tatsächlich realisiert wird, ist derzeit noch offen. Die Machbarkeitsstudie dient als Grundlage für die weiteren politischen Beratungen, Entscheidungen und die Vergabe an qualifizierte Planer. Das vorgestellte Konzept zeigt, wie eine zukunftsfähige Feuer- und Rettungswache in Bulmke aussehen könnte.