27. Mai 2026, 11:37 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Vor dem Quartierszentrum der AWO in Rotthausen an der Schonnebecker Straße: (vorne links) Lorenz Bahr, Staatssekretär im MKJFGFI (dann von links nach rechts) Hannes Schmedt (MKJFGFI), Mostapha Bouklloua (MfB), Andre del Barrio Colorado (AWO), Sabine Hennig (MKJFGFI), Alma-Maria Florea (AWO), Uwe Gerwin (Stadt Gelsenkirchen), Andreas Lange (Präventionsrat Rotthausen).. Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen - Gerd Kaemper
Staatssekretär Lorenz Bahr vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) hat sich bei einem Besuch in Gelsenkirchen (22. Mai) über die kommunale Integrationsinfrastruktur sowie über Projekte für neuzugewanderte und geflüchtete Menschen in Gelsenkirchen informiert. Empfangen wurde er zunächst im Hans-Sachs-Haus durch Stadtrat Simon Nowack, dem Beigeordneten für Wirtschaftsförderung, Gelsendienste, Recht und Ordnung sowie Bürgerservice.
Gemeinsam mit Uwe Gerwin, Leiter des Referates Zuwanderung und Integration sowie des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Gelsenkirchen, besuchte der Staatssekretär die Wohlfahrtsverbände Re/init e.V. und die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Gelsenkirchen/ Bottrop. Vorgestellt wurden unter anderem Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, mit denen Übergänge in der Bildungskette gestaltet werden sowie kulturpädagogischen Projekten zur Teilhabe und dem Empowerment. Ein besonderes Augenmerk galt dem sozialen Zusammenhalt in den Quartieren, wie z.B. dem Konfliktmanagement. Zudem wurde deutlich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, freien Trägern und ehrenamtlichem Engagement für gelingende Integration ist.
Besonderes Augenmerk galt dem sozialen Zusammenhalt in den Quartieren. Mitarbeitende der Einrichtungen berichteten von ihrer täglichen Arbeit, bei der es nicht nur um Beratung und Unterstützung, sondern auch um Begegnung und gegenseitiges Verständnis gehe. Gerade niedrigschwellige Angebote seien wichtig, um Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen und Teilhabe zu ermöglichen. Der Staatssekretär zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Beteiligten.
Der Besuch verdeutlichte aber auch die Herausforderungen, vor denen Kommunen und Träger weiterhin stehen. Ebenso wurden Themen wie steigende Anforderungen, begrenzte Ressourcen und der Bedarf an nachhaltiger Finanzierung, die ein passgenaues Zuschneiden der Projekte auf die Herausforderungen für die Kommunen ermöglichen, angesprochen.
Trotz bestehender Herausforderungen wurde während des Austauschs sehr deutlich, dass die Erfolgskriterien zur Erreichung der Menschen in der aufsuchenden Arbeit, der Quartiersorientierung und der muttersprachlichen Ansprache liegen.