02. Mai 2019, 12:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Die Stadt Gelsenkirchen, Team Jugendschutz, veranstaltet am Montag, 6. Mai 2019, in Gelsenkirchen eine Fach-Tagung zu dem Thema „Fetales Alkoholsyndrom“.
Das fetale Alkoholsyndrom (FAS) zählt laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zu den häufigsten bei der Geburt vorliegenden Behinderungen in Deutschland. Unter FAS werden schwerwiegende geistige und körperliche Behinderungen verstanden, die durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ausgelöst werden. Denn schon kleine Mengen Alkohol wirken sich unmittelbar auf das ungeborene Kind aus.
Neben dem FAS gibt es auch eine Vielzahl von anderen alkoholbedingten Störungen wie Fehlbildungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsstörungen. Sie werden unter dem Begriff FASD (fetale Alkoholspektrum-Störungen) zusammengefasst.
Schätzungen zufolge kommen in Deutschland jährlich etwa 10.000 Babys mit solchen alkoholbedingten Schädigungen auf die Welt. Zahlen, die für die Stadt mehr als Grund genug sind, das Thema FAS in den Mittelpunkt einer Fachveranstaltung zu rücken.
Die Veranstaltung soll einen Einblick in das Thema geben und den ZERO-Parcours vorstellen. Um die Entstehung und Entwicklung während der Schwangerschaft und die Spätfolgen von FASD aufzuzeigen, hat das FASD Netzwerk Nordbayern e.V. die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geförderte ZERO Ausstellung entwickelt. Die innovative Ausstellung informiert über Schwangerschaft, Alkohol und FASD. Besucherinnen und Besucher bekommen die Möglichkeit, an unterschiedlichen Stationen interaktiv zu erleben, was mit einem Kind während der Schwangerschaft und gleichzeitigem Alkoholkonsum der Mutter passiert.
Von Dienstag, 7. Mai, bis Freitag, 10. Mai 2019, haben dann im Vormittagsbereich Schulklassen Zeit durch den ZERO-Parcours zu gehen und sich über die Gefahren des Alkoholkonsums zu informieren.