23. August 2018, 12:05 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Beginnend mit dem Jahr 2016 wurde in Gelsenkirchen mit dem Aufbau eines flächendeckenden Warnsystems mit 45 elektronischen Sirenen begonnen. Derzeit sind bereits 19 Hochleistungssirenen installiert worden. Weitere werden folgen.
Zur Überprüfung der Funktionstüchtigkeit werden landesweit am Donnerstag, 6. September 2018, um 10 Uhr morgens die Sirenen angeschaltet und Probetöne aussenden.
Auch in Zukunft werden - nach vorheriger Ankündigung - die Sirenen mindestens zweimal jährlich überprüft und in Probebetrieb genommen werden.
Bei der Warnung vor Gefahren wie beispielsweise Großbränden, Austritt giftiger Gase oder Naturkatastrophen ertönt ein auf- und abschwellender Ton von ungefähr einer Minute. Für die Bevölkerung bedeutet dies: Ruhe bewahren, Gebäude bzw. Wohnung aufsuchen, Fenster und Türen schließen, Radio einschalten (REL, WDR 2), Informationen beachten, Nachbarn informieren, Kindern und hilfsbedürftigen Menschen helfen und im Notfall die 110 oder 112 wählen.
Dieses Warnsignal wird durch einen eine Minute langen ununterbrochenen Dauerton wieder aufgehoben, sobald die Gefahr bzw. das Schadensereignis vorüber ist.
Es gehört zu den Grundpfeilern des Zivil- und Katastrophenschutzes, die Bevölkerung angemessen, rechtzeitig, schnell und flächendeckend vor bestehenden Gefahren zu warnen.
Das bis Mitte der 1990er Jahre bundesweit flächendeckende Sirenennetz wurde nach dem Ende des „kalten Krieges“ aufgegeben, abgeschaltet und abgebaut. Inzwischen wissen Experten – auch durch Erfahrungen bei Großschadensereignissen und Naturkatastrophen –, dass Sirenen nicht allein durch Lautsprecherfahrzeuge, Rundfunkdurchsagen, WarnApps, etc. zu ersetzen sind. Eine großflächige Warnung und insbesondere ein „Weckeffekt“ ist derzeit nur durch Sirenen möglich.