24. Januar 2018, 13:09 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Vom 12. Februar bis 12. März 2018 liegen die Pläne öffentlich aus - im Rathaus Buer und im Netz. Bildrechte: Gerd Kaemper
Die Stadt Gelsenkirchen ist seit jeher eine Stadt des Wandels. Der Aufschwung zur Montanstadt und der anschließende Rückgang der Kohleförderung haben zu starken Veränderungen geführt, die nicht nur die hier lebenden Menschen betreffen, sondern in erheblichem Ausmaß auch das Erscheinungsbild der Stadt. Industriebrachen sind ebenso augenscheinlich wie erneuerungsbedürftige Wohnquartiere. Auf die Freiräume in Gelsenkirchen besteht ein erheblicher Nutzungsdruck, da die Nachfrage nach neuen Wohn- und Gewerbegebieten groß ist.
Die Wirtschaft durchlebt den voranschreitenden Wandel durch Digitalisierung und neue Branchen, was auch Auswirkungen auf die Gestalt und Struktur vorhandener und zukünftiger Gewerbegebiete hat. Die städtischen Straßen sind ebenfalls in Teilen erneuerungsbedürftig. Mancherorts sind Straßenlärm und Luftschadstoffe für die Anwohner problematisch.
Die Stadt ist seit Jahren aktiv dabei, diese Herausforderungen zu bewältigen. Um auch in Zukunft die Entwicklung Gelsenkirchens erfolgreich voranzutreiben, bedarf es einheitlicher Zielvorstellungen für die räumliche Struktur der Stadt.
Aus diesem Grund erarbeitet das Referat Stadtplanung aktuell ein Räumliches Strukturkonzept (RSK). Dieses enthält gesamtstädtische Strategien und Zielvorgaben, wie Gelsenkirchen hinsichtlich seiner baulich-räumlichen Gestalt in Zukunft zu einem lebenswerten Wohn-, Gewerbe- und Freizeitstandort weiterentwickelt werden kann.
Im Kern sieht das Konzept vor, die zukünftige Siedlungsentwicklung auf den bebauten Bestand zu beschränken bei gleichzeitigem Schutz und Stärkung der Freiräume. Das Emscher-Kanal-Band ist als blaue Freizeit-Mitte auszubauen und besser erlebbar zu machen. Stadt- und Straßenräume sollen wo nötig eine Aufwertung erfahren. Die Attraktionen der Stadt aus den Bereichen Freizeit, Kultur, Bildung, Architektur und Wirtschaft sollen weiter gestärkt und besser kommuniziert werden. Die Wohnquartiere und das Wohnungsangebot sollen verbessert werden mit Schwerpunkt Bestandserneuerung. In wirtschaftlicher Hinsicht möchte die Stadt den vorhandenen industriellen Kern erhalten und zukunftsgerecht weiterentwickeln. Gleichzeitig möchte sie den Bedarfen neuer, innovativer Wirtschaftsbranchen gerecht werden.
Das RSK identifiziert Aufgaben, die in den nächsten Jahren mit höchster Priorität zu bearbeiten sind. Hierzu gehören u.a. die Aufstellung eines gesamtstädtischen Mobilitätskonzepts, die Fortführung der städtischen Klimaschutzaktivitäten, die Erarbeitung eines Handlungskonzepts zum Thema Wohnen sowie die Erstellung von Entwicklungskonzepten für die räumlichen Handlungsschwerpunkte „Kurt-Schumacher-Straße/Schalke-Nord“, „Sutumer Feld“, „Emscher-Kanal-Band“ und „Kraftwerk und Kokerei Scholven“.
Das RSK ist ein Orientierungsrahmen für die Stadtplanung und dient als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage für Verwaltung und Politik. Gleichzeitig soll es auch nach außen hin das städtische Handeln transparent machen.
Das Konzept liegt mittlerweile in einer Entwurfsfassung vor, an der viele Dienststellen der Verwaltung unter Einbindung der städtischen Politik mitgewirkt haben. Nun soll die Öffentlichkeit einbezogen werden. Den interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt soll ebenso wie allen Behörden, Trägern, Vereinen und Institutionen die Gelegenheit gegeben werden, Einblick in das Konzept zu nehmen und der Stadt ihre Meinung, Ideen und Wünsche dazu mitzuteilen.
Dazu wird das RSK im Zeitraum vom 12. Februar bis zum 12. März 2018 im Rathaus Buer öffentlich ausgelegt (4. Etage, Ausstellungsbereich vor Zimmer 402). Gleichzeitig wird es auf der städtischen Webseite veröffentlicht In dem genannten Zeitraum können der Stadt Stellungnahmen, Hinweise und Anregungen zum Konzeptentwurf schriftlich oder mündlich mitgeteilt werden.