22. November 2016, 15:34 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Oberbürgermeister Frank Baranowski und Marita Meissner (Koordinatorin der Kommunalen Prävention) begrüßen Landesrätin Ursula Lackner (Mitte). Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen
Am 21. November 2016 erhielt Gelsenkirchen hohen Besuch durch eine Delegation aus der österreichischen Steiermark: Eine Gruppe von 28 interessierten Städte- und Gemeindevertreterinnen und -vertretern informierte sich über die vielfältigen und wirkungsvollen Präventionsangebote der Stadt Gelsenkirchen.
Anlass ihres Besuches sind Überlegungen, das Landesmodellvorhaben „Kein Kind zurücklassen“, in dem Gelsenkirchen seit 2012 als Modellkommune mitwirkt, in der Steiermark zu etablieren.
Die Stadt Gelsenkirchen hat bereits seit 2005 gezielt eine lückenlose Betreuungs- und Präventionskette aufgebaut, mit der gerade junge Familien unterstützt und Bildungsbenachteiligungen kompensiert werden sollen. Unter dem Motto „Erziehung und Bildung von Anfang an“ wurde seitdem ein systematisch aufeinander aufbauendes Programm aus Förderangeboten entwickelt. Daher war der über das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen organisierte Besuch auch als Lob für die gute, innovative und wirkungsvolle Präventionsarbeit in Gelsenkirchen zu verstehen.
Angeführt von der Landesrätin Ursula Lackner als Vertreterin der steirischen Landesregierung und begleitetet von einem österreichischen Presseteam wurde die Gruppe zunächst von Oberbürgermeister Frank Baranowski im Hans-Sachs-Haus herzlich begrüßt. Nach ersten Inputs zur Entwicklung des „Gelsenkirchener Modells“ und zum wichtigen Baustein des Sozialmonitorings besuchte die Delegation insgesamt vier Stationen, die exemplarisch die Angebote und Grundideen der Gelsenkirchener Präventionskette darstellen. Begleitet von dem Team der Koordinierungsstelle Kommunale Prävention erhielten unsere Gäste konkrete Einblicke in die Angebote des Familienbüros und den dortigen Alltag aus Beratung, Unterstützung, Betreuung und Familienbildung. Ihnen wurde im Sozialdienst Schule das Konzept der „Familienzentren in Grundschulen“ als offenes und wohnortsnahes Angebot zur Information, Beratung, Bildung und Freizeitgestaltung für Eltern vorgestellt. Sie horchten gespannt auch der Vorstellung des „3Sprungs“ als Pilotangebot zur Gesundheitsförderung, bei dem Kinder in Kita und Grundschule nacheinander altersgerecht verschiedene Sportarten kennenlernen und zugleich auch ihren Eltern eigene Sport- und Bewegungsangebote unterbreitet werden. Zum Abschluss besuchte die Delegation den Winterstandort der Mobilen Kita (MoKi), um sich ein außergewöhnliches Angebot für zugewanderte Kinder und Familien anzuschauen.