12. Oktober 2016, 13:35 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 12. Oktober 2016, 13:35 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Mit der Erhöhung von Prämien für Einzeleigentümer und der Aufnahme der Förderung von Anstricharbeiten erhoffen sich die Städte Gelsenkirchen und Herten eine deutliche Stärkung der gestalterischen Qualitäten der Gartenstadtquartiere in Hassel, Westerholt und Bertlich.
Seit Oktober 2015 gilt die „Richtlinie Energielabor Ruhr“, mit deren Hilfe Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ an Hauseigentümer in den Gartenstadtquartieren von Hassel, Westerholt und Bertlich vergeben werden können.
Die Richtlinie wird ab sofort durch zwei weitere Aspekte ergänzt, die entsprechende erste Änderung der Richtlinie wurde am 28. September vom Rat der Stadt Herten und am 6. Oktober vom Rat der Stadt Gelsenkirchen beschlossen:
Bislang erhielt ein einzelner Eigentümer bei einem Antrag zur Verbesserung der Gestalt (historische Holzfenster, Fensterläden, Holztüren, Schließung der Eingangsloggia) etwa 33 Prozent der tatsächlichen Investitionskosten. Zukünftig werden nun Einzeleigentümer etwa 50 Prozent der zu erwartenden Investitionskosten erhalten. Nach wie vor kann mit 70 Prozent der größte Zuschuss erzielt werden, wenn sich alle Eigentümer einer Immobilie zu einer gemeinsamen Aktion verständigen.
Als gänzlich neuer Förderzweck wird der Anstrich der Fassade in die Förderrichtlinie aufgenommen. Anstricharbeiten werden nur dann gefördert werden, wenn entweder alle Eigentümer einer Hausgruppe die Arbeiten gemeinsam durchführen oder der Anstrich eines Hausteils mit einer weiteren Maßnahme zur energetischen Sanierung oder zum Erhalt des Erscheinungsbildes verknüpft wird.
Mit der Erhöhung der Prämien für Einzeleigentümer und der Aufnahme der Förderung von Anstricharbeiten erhoffen sich die Städte Gelsenkirchen und Herten eine deutliche Stärkung der gestalterischen Qualitäten der Gartenstadtquartiere in Hassel, Westerholt und Bertlich.
Beratungstermine zum Förderprogramm Energielabor Ruhr sowie zu allen Fragen rund um Sanierung und Modernisierung von Gebäuden können im Stadtteilbüro vereinbart werden:
Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich
Egonstr. 4, 45896 Gelsenkirchen
Tel.: 0209 / 169 – 6922
Fax: 0209 / 169 – 6920
E-Mail: info@stadterneuerung-hwb.de
Hintergrund:
Die Folgen des Strukturwandels und der demografischen Entwicklung sind auch rund um die ehemalige Zeche Westerholt auf der Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Herten sichtbar. Daher engagieren sich die beiden Städte gemeinsam, um die Stadtteile Hassel, Westerholt und Bertlich mit insgesamt 34.000 Menschen weiterzuentwickeln. Ein lebenswertes Umfeld und ein ausreichendes Angebot an Nahversorgung, Infrastruktur-einrichtungen und sozialen Angeboten sollen die Wohnquartiere für die Zukunft rüsten. Neben den Bürgerinnen und Bürgern sind auch die lokalen Akteure, Institutionen und Vereine eingeladen, sich in den nächsten Jahren am Erneuerungsprozess zu beteiligen.