13. September 2016, 16:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Mit Verwunderung reagiert Stadtbaurat Martin Harter auf die Kritik der Grünen wegen der geplanten Baumfällungen an der Ebertstraße. „Auf politischer Ebene und im öffentlichen Diskurs sind die Pläne zum Umbau der Ebertstraße bereits seit dem Jahr 2010 umfassend und kontinuierlich kommuniziert worden, sowohl über die Medien wie durch Informationsveranstaltungen“, so Stadtbaurat Martin Harter. „Hier wird so getan, als sei das jetzt aus heiterem Himmel gefallen.“
Kurz zur Chronologie der Ereignisse: 2009 beschloss der Rat der Stadt Gelsenkirchen die Durchführung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbes. Dieser Wettbewerb fand 2010 statt und ergab zwei erste Preise. Prägende Grundidee beider Entwürfe war die „Freistellung“ des Musiktheaters und Wiederherstellung der offenen Blickbeziehung zwischen dem Hans-Sachs-Haus und dem Musiktheater, was die Fällung und Neuanpflanzung von Bäumen beinhaltete.
Über diese Entwürfe informierte nicht nur die Presse u. a. in einem WAZ-Artikel vom 16. September 2010, sondern auch eine Ausstellung im Bildungszentrum an der Ebertstraße, die vom 17. September bis 1. Oktober allen Bürgerinnen und Bürgern frei zugänglich war.
In den folgenden Jahren wurde das Thema „Umbau Ebertstraße“ in allen politischen Gremien – immer in Anwesenheit von Vertretern der Grünen – einstimmig beschlossen, (es waren lediglich in einer Sitzung eine und in einer weiteren Sitzung zwei Enthaltungen zu verzeichnen) und über die Medien kommuniziert. Auch Beteiligungs- und Informationsveranstaltungen fanden mehrfach statt, so am 25. Mai 2011 mit Vorstellung der Musterflächen und Materialien.
Weiter gab es am 24. Juni 2014 im Rahmen der Vorinformation der Anlieger zum Umbau ein Informationsgespräch im Büro der Grünen, Teilnehmer von Seiten der Grünen waren Patrik Jedamzik und die Fraktionsgeschäftsführerin. Es wurde die Planung der gesamten Baumaßnahme vorgestellt und danach die Umbau-Fläche gemeinsam begangen. Dabei wurde auch das Thema „Baumfällungen“ besprochen, ohne dass Gegenstimmen laut wurden.
Am 13. Juli 2016 fand ein interfraktioneller Info-Termin zum Umbau der Ebertstraße statt. Dazu waren über das Vorstandsbüro sämtliche Fraktionen des Stadtrates eingeladen worden, es erschienen ausschließlich Vertreter der SPD- und CDU-Fraktion.
Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich und nicht konstruktiv, die Baumfällungen in dieser Form öffentlich zu thematisieren, zumal Ersatzpflanzungen vorgesehen sind.