08. August 2016, 11:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Foto: Klaus Schwichtenberg.
Ein Braufest auf Schloss Horst – der Ort könnte nicht passender gewählt sein. Denn als Rutger von der Horst im 16. Jahrhundert sein Schloss errichten ließ, bezahlte er seine Arbeiter zum Teil mit Bierrationen und bestellte mehrmals Fässer zum Bierbrauen.
500 Jahre nach der Einführung des deutschen Reinheitsgebots verwandelt sich daher die Vorburg von Schloss Horst am Sonntag, 14. August 2016 von 11 bis 18 Uhr in einen Biermarkt. An verschiedenen Bierständen gibt es die unterschiedlichsten Biersorten zu probieren und Historikerin Dörte Rotthauwe M.A. wird an einem eigenen Stand die Kunst des Bierbrauens, wie sie vor vielen hundert Jahren praktiziert wurde, vorstellen. Dabei stehen vor allem traditionelle Rezepte, Zutaten und Kräuter im Fokus. Für musikalische Unterhaltung sorgt Norbert Labatzki von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Am 23. April 1516 erließ der bayerische Herzog Wilhelm IV. eine Vorschrift, die die Menschen vor überzogenen Bierpreisen und vor jenen Zutaten schützen sollte, die im Vergleich zu Hopfen und Malz minderwertig und oft sogar giftig waren – das deutsche Reinheitsgebot war entstanden.