06. Juni 2016, 10:58 Uhr | aGEnda 21-Büro
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Melton in Australien ist es. Auch Peking in China und Mexico City sind es – Learning Cities. Und nun wird es auch Gelsenkirchen. Denn der Rat der Stadt hat es einstimmig beschlossen: Die „Lernende Stadt Gelsenkirchen“ tritt als erste deutsche Großstadt dem Global Network of Learning Cities der UNESCO bei.
International beziehen sich immer mehr Städte auf die Grundideen der lernenden Stadt. Und als Antwort auf die weltweiten Herausforderungen urbanen Lebens entwickelte das UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen die „Hauptmerkmale lernender Städte“. Demnach bietet eine lernende Stadt Raum für individuelle Befähigung und sozialen Zusammenhalt, wirtschaftliches Wachstum und kulturelle Vielfalt. Sie
- setzt auf lebenslanges Lernen für nachhaltige Entwicklung,
- bietet reichhaltige formale, non-formale und informelle Lernangebote von der Grund- bis zur Hochschulbildung,
- unterstützt Bildung in Familien und Gemeinschaften,
- fördert das Lernen am und durch den Arbeitsplatz,
- eröffnet den Zugang zu modernen Lerntechnologien und erweitert deren Nutzung,
- ermöglicht die Verbesserung der Lernqualität und des Lernniveaus,
- etabliert eine Kultur des lebenslangen Lernens.
Basierend auf dieser Entwicklung initiierte die UNESCO den Zusammenschluss von lernenden Städten zu einem globalen Netzwerk, eben dem Global Network of Learning Cities. Dieses Netzwerk ermöglicht Wissenstransfer und Austausch, Anregungen zur Bewältigung städtischer Herausforderungen durch Bildung und den Zugang zu Handlungsanleitungen und Erfahrungswissen bewährter und innovativer Vorgehensweisen im Aufbau einer lernenden Stadt.
Stadtdirektor Dr. Manfred Beck würdigt den Ratsbeschluss als einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsstadt 2030+: „Der einstimmige Ratsbeschluss unterstreicht zum Ende der ersten Phase des Bundeswettbewerbs ‚Zukunftsstadt 2030+‘ auf eindrucksvoller Weise, dass der Gelsenkirchener Wettbewerbsbeitrag ‚Lernende Stadt‘ eine breite Unterstützung aus der Politik über alle Parteigrenzen hinweg erfährt. Das Wettbewerbsbüro unter Leitung von Werner Rybarski hat nun die Aufgabe, jene Beteiligungsprozesse anzustoßen, die den Einwohnerinnen und Einwohnern unserer Stadt die Möglichkeit zur Gestaltung der Zukunft Gelsenkirchens bieten.“
Bisher arbeiten im Netzwerk Learning Cities: Melton/Australien, Sorocaba/Brasilien, Hangzhou und Beijing/China, Bahir Dar/Äthiopien, Espoo/Finland, Cork/Irland, Amman/Jordanien, Mexico City/Mexico, Ybycuí/Paraguay, Balanga/Philippinen, Namyangju/Republic of Korea, Larissa/Griechenland.