25. Mai 2016, 11:44 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Im Rahmen des testbetriebs findet im Volkshaus Rotthausen in Gelsenkirchen an dessen Abschlusswochenende vom 3. bis 5. Juni 2016 ein Kunstereignis statt, bei dem Künstlerinnen und Künstler das Volkshaus auf unterschiedliche Weise befragen. Rauminstallationen bespielen spezifische Orte im Volkshaus und eröffnen neue Räume, Soundinstallationen machen Klänge des Hauses erfahrbar und Performances thematisieren die Vergangenheit und eine mögliche Zukunft dieses Ortes und die den Wandel gestaltenden Menschen.
Zum Auftakt führt Gabriele Oberreuter, Professorin für Kunstgeschichte an der Alanus Hochschule, am Freitag, 3. Juni 2016, um 18.00 Uhr in die Veranstaltung ein und stellt die unterscheidlichen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Volkshaus in Zusammenhang.
„Vorhang auf“ heisst es im großen Saal des Volkshauses: Mit ihrer raumgreifenden Installation thematisieren Barbara Locher-Otto und Miriam Hamel das Verhältnis von Volkshaus und Stadtteil. Aus vielen Einzelbeiträgen aus der Bevölkerung entsteht eine große, raumbezogene Installation, die ein Abbild verschiedenster Lebenswelten erzeugt und dadurch den Saal auf neue Weise erlebbar macht.
In einem intuitiven, körperbezogenen Dialog erforscht Valerie Häußler die Räume und Qualitäten des Volkshauses. Mit „Flur_Gedicht“ entsteht eine raumgreifende, atmosphärische Interventionen, die vorhandene Potentiale und Raumqualitäten freilegt und für den Betrachter erfahrbar macht.
Mit der Installation „Immer sportlich“ in der Garderobe des Volkshauses greift Lukas Thein Motive aus Sport und Mannschaftsspiel auf. Scheinbar authentisches Material aus der Anfangszeit des Vokshauses und seiner Nutzung wird mit offensichtlich neuen Objekten in Korrespondenz gesetzt und durch gezielte Setzungen kontrastiert.
„Hast du schon gehört?“ Julian Rybarski erforscht die Sounds und die Musik des Volkshauses, ihre Ver- und Entortungen. Das Volkshaus verfügt über eine einzigartige Geschichte von Musik und Geräuschen – es ist ein Speicher des gesprochenen Wortes, des gespielten Tones und der mehr oder minder zufälligen Klänge. Nun wurden alle diese zu einer neuen Installation verwoben, in der sie alleine, ohne ihre Erzeuger zu hören sind und dabei eine ganz neue Atmosphäre im Volkshaus schaffen.
Mila Burghardt stellt in ihrer Video-Performance „Je nachdem was passiert, passiert was.“ den Menschen in den Mittelpunkt. Wie viel Ich bleibt übrig, beim Versuch der gesellschaftlichen Anforderung nach permanenter Selbstverwirklichung gerecht zu werden und was macht man eigentlich mit dem Ich, das schon da war, bevor man es verwirklicht hat?
In ihrer Performance „UpsideDOWN – Performatives zur Umstülpung des Raumes“ stellen Milena Hendel, Johanna Hendel, Gabriel Schunck und Dimitri Schwartz Fragen zum Volkshaus: Wie leer ist es da wo etwas war? Wo was war? Etwas das vielleicht nicht mehr da ist und ist es nicht mehr da? Warum nicht?
Zu diesem Kunstereignis laden wir alle Interessierten herzlich ins Volkshaus ein!
03.-05. Juni 2016, 16:00 – 22:00 Uhr, Eintritt frei
- Einführung durch Prof. Dr. Gabriele Oberreuter
Freitag, 3. Juni, 18.00 Uhr
- Performance von Mila Burghardt: Je nachdem was passiert, passiert was.
Freitag, 3. Juni, 19.00 Uhr
- Performance von Johanna Hendel, Milena Hendel, Gabriel Schnuck, Dimitri Schwartz: UpsideDOWN
Samstag, 4. Juni, 19.00 Uhr
testbetrieb ist ein Festival vom 30. April bis 5. Juni 2016 im Volkshaus in Gelsenkirchen-Rotthausen. Der testbetrieb wird von der Stadt Gelsenkirchen, Referat für Hochbau und Liegenschaften in Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft durchgeführt. In Kooperation mit interessierten Nutzern, Bürgern und Kulturschaffenden ist hierzu ein vielfältiges Testprogramm entstanden, zu dessen Erprobung wir Sie herzlich einladen. Die Erfahrungen aus dem testbetrieb bilden die Grundlage für das zukünftige Nutzungskonzept des Volkshauses.