17. März 2016, 11:39 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Im September 2015 hat der Jugendrat der Stadt Gelsenkirchen, bestehend aus 70 gewählten Mitgliedern, seine Arbeit aufgenommen. Neben der Erstellung einer eigenen Satzung beteiligte sich der Jugendrat bereits an unterschiedlichen Veranstaltungen der öffentlichen und freien Träger der Jugendarbeit, Sitzungen des landesweiten Kinder- und Jugendrates NRW und gründete Arbeitsgruppen für die Bereiche Bildung, Geflüchtetenarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Verkehr sowie Sport und Freizeit.
Jetzt wollen die Jungparlamentarier die ersten Ergebnisse und weiteren Arbeitsschritte mit Oberbürgermeister Frank Baranowski besprechen. „Wir haben in den letzten Monaten intensiv zusammengearbeitet. Als erste Delegiertengeneration des Jugendrates, stehen wir vor der Aufgabe, diesen bekannt zu machen und eine Basis für den direkten Dialog mit der Politik zu finden“, erläutert die Vorsitzende des Jugendrates Katharina Knappe.
Für die künftige Arbeit hat der Vorstand des Jugendrates eine lange Liste vorbereitet. So stehen neben der Vorstellung von Arbeitsergebnissen vor allem auch die Frage nach Mitsprache und Beteiligung in der Kommunalpolitik und die Teilnahme von Politik an den regelmäßigen Treffen des Gremiums im Mittelpunkt.
„Die Arbeit im Jugendrat macht uns einfach Spaß, ich finde das Gespräch mit Oberbürgermeister Frank Baranowski besonders wichtig, um zu zeigen, dass wir wirklich gute Ideen haben und mitbestimmen möchten“, beschreibt der Kinderbeauftragte des Jugendrates, Nils Burghadt, den Grund für diesen Termin.
Dass sich die Arbeit im Jugendrat lohnt, bestätigen auch alle anderen Mitglieder des Vorstandes. Der Koordinator der Servicestelle Jugendrat und Teamleiter der Jugendförderung der Stadt Gelsenkirchen, Udo Reinmuth, fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass wir den Jugendlichen die Möglichkeit geben können, mit dem Oberbürgermeister zu sprechen. Beteiligung zu ermöglichen, ist auch seit jeher Schwerpunktthema in unserer Arbeit. Dieser Termin zeigt, wie ernst das Thema durch die Politik und Vertreter unserer Stadt genommen wird.“
Den Grund für seine Mitarbeit im Gremium beschreibt Martin Leißing, Vorstandsmitglied des Jugendrates: „Politische Entscheidungen wirken sich auf die Zukunft aus, in der wir später Leben werden. Diese Zukunft positiv zu beeinflussen, ist mein Ziel im und mit dem Jugendrat“.
Die jungen Parlamentarier sind für zwei Jahre in ihr Amt gewählt. Neben der reinen Gremienarbeit besteht ein starker projektorientierter Handlungsansatz. So konnten die Mitglieder des Jugendrates bereits im Januar beim Planspiel Kommunalpolitik unter Leitung des Oberbürgermeisters erste „Rats-Luft“ schnuppern. „Ich war beeindruckt von ihrem Engagement und dem tiefgreifenden Verständnis von den Grundlagen des politischen Systems“, erinnert sich OB Frank Baranowski an die fiktive Ratssitzung.
Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familien hat in seiner Sitzung am 28. Oktober 2014 die Umsetzung des Konzeptes „Jugendrat Gelsenkirchen“ beschlossen, basierend auf den guten Erfahrungen des Modellprojektes Jugendforum für die Stadtteile Ückendorf und Neustadt. Nach der Vorbereitung der Wahl und Aufstellung der Kandidatinnen und Kandidaten wurde vom 18. bis 21. Mai 2015 an weiterführenden Schulen und in den Jugendeinrichtungen gewählt. Insgesamt standen 93 Personen zur Wahl. Über 20.000 Stimmen wurden abgegeben.