01. März 2016, 15:09 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Verwundert zeigt sich die Stadt über die Äußerungen des Vorsitzenden des HeimatvereinsBuer, Gerd Escher, in der heutigen Ausgabe der WAZ-Buer, die Fusion der beiden Amtsgerichte im Stadtsüden habe die Stadt forciert und nicht das Land. Dies habe Buer ebenso geschwächt wie die Verlagerung des Finanzamtes nach Erle.
Hier werden die historischen Abläufe durcheinander gebracht. Beide Landesbehörden waren in landeseigenen Immobilien untergebracht. Gern erinnert die Stadt daran, dass die Pläne zur Neuordnung der Gerichtsstruktur auf die ehemalige CDU-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter zurück zu führen sind. Dafür erntete sie viel Gegenwind in verschiedenen Städten – auch aus Gelsenkirchen. Der Rat der Stadt verabschiedete im Jahr 2007 eine Resolution gegen die Zusammenlegung von Amtsgerichten, Arbeits- und Sozialgericht sowie gegen die Fusion der Finanzämter in Gelsenkirchen. Darin hieß es: „Kurze Wege zu diesen wichtigen Einrichtungen müssen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt erhalten bleiben. Die Bürgernähe solcher Institutionen ist ein wichtiger Standortfaktor für die Lebensqualität unserer Stadt.“ Das Land blieb allerdings bei seiner Haltung der Zusammenlegung.
Ebenso verwundert ist die Stadt über die Aussage Gerd Eschers, der Umbau der Schauburg in ein Kultur- und Kinocenter müsse endlich angepackt werden. Genau dies hat die Stadt erst jüngst (12. Februar 2016) in einer Presseerklärung angekündigt. Darin heißt es: „Der Verwaltungsvorstand schlägt vor, die eingesparten Haushaltmittel zur Umgestaltung des Schauburg-Gebäudes in Gelsenkirchen-Buer an der Horster Straße 6 zu einem Kultur- und Kinocenter einzusetzen. Dadurch ist der Umbau des Schauburg-Gebäudes auch von den engen zeitlichen Vorgaben des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes zur Umsetzung bis Ende 2018 nicht betroffen. ‚Hier ergibt sich für Gelsenkirchen die vermutlich einmalige Chance den lange geplanten Umbau der Schauburg zeitnah umzusetzen‘, so der Oberbürgermeister.“