23. Dezember 2015, 10:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Prof. Dr. Reinhard Klenke (r.) überreicht die Bescheide an OB Frank Baranowski; Foto: Stadt Gelsenkirchen.
Münster/Gelsenkirchen. Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke hat heute (23. Dezember) vier Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 5.740.000 Euro an Oberbürgermeister Frank Baranowski überreicht.
Mit der Schließung des Bergwerks Lippe (Standort Westerholt) entstand für die beiden Städte Gelsenkirchen und Herten eine gemeinsame Herausforderung. Da sich das Zechengelände auf das Gebiet beider Kommunen erstreckt, arbeiten Gelsenkirchen und Herten mit einem gemeinsamen Interkommunalen Handlungskonzept (IIHK) unter dem Motto "Zwei Städte - ein Ziel" daran, die bereits bestehenden und die noch zu erwartenden Probleme durch die Zechenschließung abzufedern und eine zukunftsweisende Stadtteilentwicklung zu initiieren.
Dieser Prozess wird mit einer Förderung für den Stadtteil Hassel in Höhe von 499.000 Euro weiter unterstützt. Die Fördermittel dienen der weiteren Finanzierung des interkommunalen Stadtteilmanagements, das seit 2013 die Umsetzung des Interkommunalen Integrierten Handlungskonzepts begleitet und koordiniert.
Mit einem weiteren Förderbescheid erhält die Stadt Gelsenkirchen weitere 1.792.000 Euro zur Umsetzung weiterer Teilmaßnahmen im Programmgebiet Soziale Stadt Gelsenkirchen Schalke. Hierzu gehört insbesondere die Erneuerung des Grilloplatzes und der Schalker Straße. Die Stadt Gelsenkirchen beabsichtigt den Platz an der Grillostraße in Verbindung mit dem Sparkassenplatz als räumliches Zentrum des Stadtteils deutlicher auszubilden und stärker zu beleben. Es soll ein Ort geschaffen werden, der sowohl zum Aufenthalt als auch für Aktionen und Veranstaltungen zur Verfügung steht. Durch den Einbezug der Schalker Straße soll zudem die Chance ergriffen werden, die Umgestaltung des Platzes als Impuls zu nutzen, die Schalker Straße als Einkaufsstraße wieder neu zu beleben.
Mit diesem Förderbescheid erhält die Stadt Gelsenkirchen weitere 1.922.000 Euro zur Umsetzung weiterer Teilmaßnahmen im Programmgebiet Stadtumbau West; Gelsenkirchen-City. Die Fördermittel sollen insbesondere für den Umbau des Heinrich-König-Platzes wie auch den Umbau der Aula der Gertrud-Bäumer Realschule eingesetzt werden. Durch den Umbau der Aula der Gertrud-Bäumer-Realschule soll sowohl der schulische Bedarf des Ganztagsbetriebs als auch der öffentliche Bedarf nach qualitätsvollen Räumlichkeiten dieser Größenordnung für kulturelle Nutzung erfüllt werden.
Die Revitalisierung des Quartiers rund um die Bochumer Straße stellt einen bedeutenden Neuaufschlag der Stadt Gelsenkirchen dar. Er dient als Modellprojekt für die zukünftige Stadtentwicklung in vergleichbaren Quartieren. Die städtebau-räumliche Planung wird hier mit sozialen und ökonomischen Bausteinen in einem auf 10 bis 15 Jahre angelegten Handlungsprogramm unterteilt und in mehreren zeitlichen Phasen miteinander verknüpft.
Zur Umsetzung weiterer Teilmaßnahmen im Programmgebiet Stadtumbau West; Revitalisierung Bochumer Straße erhält die Stadt Gelsenkirchen weitere 1.527.000 Euro. Die Fördermittel sollen insbesondere für eine temporäre Zwischennutzung der Hundertmarkhalle wie auch für erste Planungsleistungen für eine Folgenutzung der Heilig-Kreuz-Kirche als Multifunktionshaus und den damit verbundenen Erwerb und Abriss angrenzender Gebäude eingesetzt werden.