12. Dezember 2015, 11:07 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit Unverständnis und entschiedener Kritik hat Oberbürgermeister Frank Baranowski auf eine Pressemittelung von Werner Wöll reagiert. Wöll hat die Bewerbung eines städtischen Mitarbeiters auf eine hohe Position in Witten zwar in seiner Funktion als Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss kritisiert, dabei aber offensichtlich vergessen, dass er gleichzeitig als Bürgermeister und damiti Repräsentant der Stadt Gelsenkirchen auch eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter hat.
Frank Baranowski: "Es ist kein guter Stil, einen städtischen Mitarbeiter in aller Öffentlichkeit vor einer anstehenden Wahl und einer beruflichen Veränderung so zu kritisieren. Das steht dem zweiten Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Gelsenkirchen nicht gut zu Gesicht. Ein so massiver öffentlicher Vorwurf ist dazu geeignet, die Reputation eines Menschen nachhaltig zu beschädigen. Da stellt sich die Frage, warum so etwas geschieht. Soll so die Wahl in Witten aus parteipolitischen Gründen noch verhindert werden? Ein derartiger Stilbruch tut der politischen Kultur in Gelsenkirchen nicht gut."
Wenn Werner Wöll die Fortschritte bei bestimmten Prozessen in der Verwaltung nicht ausreichend erscheinen oder Verwaltungshandeln ihm zu langsam erscheint, kann er das im zuständigen Ausschuss thematisieren. Eine öffentliche Verunglimpfung einer einzelnen Person aus der Verwaltung ist jedoch mehr als unangemessen. Dass Werner Wöll dazu noch Inhalte aus Aufsichtsratssitzungen preisgibt, macht die Angelegenheit nicht besser.
Auch der Personalrat sieht es als unangemessen an, einen städtischen Mitarbeiter in der Öffentlichkeit aus parteipolitischen Gründen zu verunglimpfen.