03. Dezember 2015, 13:14 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Weder von der Gelsenkirchener Polizeiführung noch vom Innenministerium gibt es gegenüber der Stadt Gelsenkirchen bisher eine Bestätigung für die in verschiedenen Medien beschriebene „Vorherrschaft von Familienclans“ und „No-Go-Areas“ im Stadtgebiet. Oberbürgermeister Frank Baranowski hat daher den Innenminister angeschrieben und um dringende Aufklärung in der Sache gebeten.
Frank Baranowski: „Sollten sich die in den Medien zitierten Vorfälle als wahr erweisen, ist es höchste Zeit, zusätzliche Polizeikräfte in Gelsenkirchen zur Kriminalitätsbekämpfung einzusetzen. Ich kann hier nur ausdrücklich die Forderung der Gewerkschaft der Polizei nach ausreichender Verstärkung unterstützen. Wenig Sinn macht es zudem, wenn die in Gelsenkirchen untergebrachte Einsatzhundertschaft ihre Dienstzeit mit Geschwindigkeitsmessungen in den umliegenden Landkreisen verbringt, während für eine erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung in der Stadt die Einsatzkräfte fehlen. Hier kann der Innenminister durch einfache Umstrukturierung schnelle Hilfe organisieren.“
Auch wenn sich die Stadtverwaltung Gelsenkirchen bei der Lageeinschätzung auf die Beurteilung durch die Polizei verlassen muss, so gilt für Oberbürgermeister Frank Baranowski: „No-Go-Areas und rechtsfreie Räume dürfen erst gar nicht entstehen!"