03. Dezember 2015, 12:04 Uhr | Sparkasse Gelsenkirchen
Die Preisträger des Ehrenamtspreises 2015. Foto: Gerd Kaemper.
Ulrich Daduna, der Trägerverein Hugo Schacht 2 e. V. und die Werkstatt e. V. haben in diesem Jahr den von der Sparkasse Gelsenkirchen gestifteten Gelsenkirchener Ehrenamtspreis erhalten und teilen sich das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Einen erstmals vergebenen Sonderpreis erhielt das Ehepaar Dr. Ursula und Professor Heinz-Albert Heindrichs in der Kategorie „Lebenswerk.“
Unter dem Motto „Kultur leben – Horizonte erweitern.“ setzen sich alle Preisträger aktiv ein für Projekte, die dazu beitragen, kulturelle Werte zu stärken und anderen die Teilnahme am Kulturleben zu ermöglichen. Oberbürgermeister Frank Baranowski, Karina Wrona, die Vorsitzende der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen, sowie Bernhard Lukas, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Gelsenkirchen, lobten das Engagement und überreichten im Hans-Sachs-Haus Urkunden und Skulpturen. Bernhard Lukas kündigte bei der feierlichen Preisverleihung bereits eine Fortführung des lokalen Wettbewerbs im Rahmen des Deutschen Bürgerpreises 2016 an.
„Kunst ist kein Luxus“, das ist die Devise von Ulrich Daduna. Dass diese Aussage kein Lippenbekenntnis ist, beweist er seit über 30 Jahren als Vorsitzender des Kunstvereins Gelsenkirchen e. V. Mit regelmäßigen Ausstellungen und Projekten von regionaler und überregionaler Bedeutung trägt er wesentlich zum guten Image der Kulturstadt Gelsenkirchen bei. Dabei hat er stets auch den Ehrgeiz an den Tag gelegt, Neues zu erkunden. So haben viele inzwischen namhafte Künstler im Kunstverein Gelsenkirchen die erste Chance erhalten.
Einen wichtigen Zeugen der industriellen Vergangenheit Gelsenkirchens hat der Trägerverein Hugo Schacht 2 e. V. erhalten. Rund 100.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden haben die rund 30 engagierten Mitglieder im Alter von 8 bis 80 Jahren dafür geleistet: Strom- und Wasseranschlüsse haben sie verlegt, Leitungen erneuert, Türen und Tore haben sie ausgetauscht: Heute ist der Förderturm des ehemaligen Bergwerks Hugo in Buer ein Veranstaltungszentrum und Museum.
Ein Kulturort besonderer Art ist die „Werkstatt“ an der Hagenstraße in Buer: Sie ist ein sozialer Treffpunkt, ein Marktplatz künstlerischer Ideen und Forum regionaler Kulturvermittlung. Zum umfangreichen Programm, das die Mitglieder der Werkstatt e. V. auf die Beine stellen, gehören Jazz- und Klassikkonzerte, Poetry-Slams, Ausstellungen junger, aber auch etablierter Künstler und Bildungsangebote. Laien begegnen Profis – das ist ein durchgängiges Prinzip dieses von Bürgern getragenen Vereins – seit über 40 Jahren.
Den erstmals verliehenen Sonderpreis „Lebenswerk“ erhielten die Eheleute Dr. Ursula und Professor Heinz-Albert Heindrichs. Für beide war und ist Kultur eine Berufung und eine Mission zugleich. So haben sie über ihre berufliche pädagogische Tätigkeit hinaus in vielen jungen Menschen die Liebe zur Kultur geweckt – auch durch ihr eigenes künstlerisches Schaffen. Herausragend war ihr Engagement für die Märchenliteratur. Von 1987 bis 2010 planten und organisierten die beiden sechs internationale Kongresse der Europäischen Märchengesellschaft in Gelsenkirchen.