12. November 2015, 14:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stabsstelle Zuwanderung hat heute in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Ordnungsdienst, der Polizei und den örtlichen Versorgern ein Wohnhaus an der Lothringer Straße verschlossen und gegen unbefugten Zutritt gesichert.
Die Bewohner waren rechtzeitig vorher auf die Unbewohnbarkeit des Hauses hingewiesen worden und hatten neuen Wohnraum gefunden. Daher wurden heute alle Wohnungen unbewohnt vorgefunden.
Die Versorger haben das Gebäude vom Strom- und Wassernetz getrennt. Im Anschluss wurde jede Wohnung begangen und alle Türen und Fenster verschlossen.
Das Gebäude stand in den vergangenen Monaten immer wieder im Mittelpunkt von Anwohnerbeschwerden. Insbesondere wilde Müllablagerungen vor dem Gebäude und im Hinterhof sowie nächtliche Ruhestörungen führten zu häufigen Einsätzen des Kommunalen Ordnungsdienstes, von Gelsendienste und der Polizei. Durch den Einsatz von Integrationslotsen und regelmäßigen Streifengängen des KOD konnte immer nur kurzzeitig eine Verbesserung der Situation herbeigeführt werden.
Letztendlich hat die hohe Fluktuation im Gebäude dazu geführt, dass sich die Verhältnisse im Gebäude in den vergangenen Wochen dramatisch verschlechtert haben. Immer wieder mussten gefährliche Verkabelungen entfernt werden, einzelne Wohnungen wurden aus Sicherheitsgründen verschlossen und versiegelt. Vandalismus und erneut aufgebrochene Wohnungstüren haben nun dazu geführt, dass das Gebäude aus Sicherheitsgründen durch die Stabsstelle Zuwanderung geschlossen werden musste.
Bei der heutigen Begehung hat sich noch einmal das ganze Ausmaß der Zerstörung gezeigt. Sämtliche Wohnungstüren waren aufgebrochen, das Treppengeländer im Hausflur großflächig zerstört, Fenster aus den Verankerungen gebrochen.
Viel dramatischer haben sich jedoch die vorgefundenen Strommanipulationen erwiesen. Aus diesem Grund muss der Hausanschluss von der Straße aus freilegt und getrennt werden. Hierzu ist kurzfristig der Einsatz eines Baggers erforderlich.