27. Oktober 2015, 09:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Familienministerin Kampmann unterhält sich mit einem jungen Besucher der Mobilen Kita. Foto: Stadt Gelsenkirchen.
Am Montag, 26.10.2015, besuchte Familienministerin Christina Kampmann die Mobile Kita (MoKi) in Gelsenkirchen. Das Gelsenkirchener Modellprojekt findet immer mehr Interesse. Bis Ende des Jahres sollen über 100 Stück der mobilen Wohnwagen durch NRW rollen und vor allem vor Flüchtlingsheimen stehen. So soll es auch Flüchtlings- und Zuwanderungskindern ermöglicht werden eine Kindertageseinrichtung zu besuchen. Kampmann sieht hier das große Potenzial von Projekten wie "Moki":
Gerade vor dem Hintergrund ihrer Fluchterfahrungen, aber auch wegen der Sprachbarrieren und elterlicher Bedenken besuchen nicht alle Kinder sofort eine Kindertageseinrichtung, vielmehr sind zur ersten Einbindung vieler dieser Kinder und ihrer Eltern in das vorschulische Bildungssystem flexible Angebotsformen erforderlich.
Für Projekte wie diese zur Kinderbetreuung in besonderen Fällen, für Kinder aus Flüchtlingsfamilien und vergleichbaren Lebenslagen, stehen 2015 sechs Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe soll für 2016 auf 10,5 Millionen Euro aufgestockt werden. Auch hier sieht die gebürtige Bielefelderin noch Spielraum:
Ich bin zuversichtlich, dass aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der hohen Nachfrage bei den Brückenprojekten noch Anpassungen im Haushalt 2016 stattfinden werden.
Das "MoKi"-Projekt startete im April 2014, ursprünglich als ein Angebot im Rahmen des städtischen Konzepts zur Integration von rumänischen und bulgarischen Zuwanderern. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung wurde die Zielgruppe vor einigen Monaten ausgeweitet, seitdem besuchen die Mobile Kitas auch Flüchtlingskinder aus Syrien und dem Irak. Ein Wohnwagen oder einem Wohnmobil (Spende der Rotarier) stehen von montags bis donnerstags zwischen 10 und 15 Uhr in der Nachbarschaft von Zuwandererfamilien aus Rumänien und Bulgarien. Die Teilnahme ist kostenlos, willkommen sind Kinder jeden Alters und jeder Nationalität. Der Besuch der MoKi und der Spielgruppen führt Kinder und Eltern an den Regelbesuch einer Tageseinrichtung für Kinder heran und bildet eine Brücke zwischen offenen Angeboten und vertraglich festgelegten Strukturen einer Tageseinrichtung für Kinder.