22. Oktober 2015, 14:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Über 360 Hausbesitzer, private Vermieter, Hausverwaltungen und Wohnungsgesellschaften haben sich nach dem Aufruf von Oberbürgermeister Frank Baranowski seit August gemeldet, um Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Zu den gemeldeten Immobilien zählt auch das seit dem Sommer nicht mehr vom Sozialwerk St. Georg genutzte „Haus Ückendorf“ auf der Ückendorfer Straße. Aus baulichen Gründen war das Haus nicht mehr geeignet für die Zwecke von Behinderten und psychisch Erkrankten (unter anderem: fehlender Aufzug).
In diesen Tagen finden dort nun 120 Flüchtlinge eine Bleibe. „Aus unserer Sicht ist das Gebäude bestens geeignet“, sagt Thomas Kirchmann, der als Mitarbeiter der Stadt Gelsenkirchen Ansprechpartner für vermietbaren Wohnraum ist (169-2336 oder 169-2051). So gibt es dort unter anderem individuelle Zimmergrößen, Gemeinschaftsküchen und Büroräume für die soziale Betreuung.
Bis heute konnten allein 315 Flüchtlinge über private Vermietung ein Dach über dem Kopf finden. In dieser Woche wurden der Stadt rund 200 Flüchtlinge für den Verbleib in Gelsenkirchen zugewiesen. „Das ist eine neue Höchstmarke. Daher ist die Nutzung des ehemaligen 'Haus Ückendorf‘ sozusagen als zusätzliche Gemeinschaftsunterkunft zwingend erforderlich“, so Hans-Joachim Olbering, Stabsstellenleiter Flüchtlinge.