| Titel |
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| Vorname |
Hermann
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| Nachname |
Cohn
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| Geburtsdatum |
08.09.1921
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| Geburtsort |
Essen
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| Weitere Namen |
Herman
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| Bekannte Beziehung |
Stiefsohn von Cohn, Therese Sohn von Cohn, Siegfried Bruder von Cohn, Walter Cohn, Helmut und Cohn, Therese Enkel von Cohn, Rosa
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| Schicksal |
Emigration in die Niederlande, Überlebender
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| Biografisches |
Hermann Cohn kam 1932 mit seiner Familie von Essen nach Gelsenkirchen. Seine Mutter war gestorben als er fünf Jahre alt war und er wuchs bei seiner Großmutter auf. Sein Vater heiratete erneut und übernahm in Gelsenkirchen eine Textilmanufaktur. Die Familie wohnte in der Overwegstraße 55, später in der Wittekindstraße 21. Die Großmutter zog zu ihnen. Er war Schüler in der jüdischen Volksschule und später im Realgymnasium (heute Grillo-Gymnasium). Um bessere Chancen für eine Auswanderung zu haben, begann er eine handwerkliche Ausbildung. In der Progromnacht wurde die Wohnung der Familie Cohn verwüstet und Hermann Cohn geprügelt. Bald darauf floh er alleine in die Niederlande. Er traf später seine Eltern und am 2. Dezember 1939 konnten sie gemeinsam nach Chicago / USA ausreisen. Hermann Cohn meldete sich 1942 freiwillig zum US-Militärdienst. Im Juni 1944 kehrte er mit der US-Armee in sein Heimatland zurück. Am 29. April 1945 entdeckte er mit anderen amerikanischen Soldaten die Greueltaten der Nationalsozialisten im befreiten Konzentrationslager Dachau. Er heiratete Elsa Kahn, eine Emigrantin aus Deutschland und sie gründeten eine Familie. Hermann Cohn eröffnete ein Männerbekleidungsgeschäft und arbeitete viele Jahre erfolgreich als Schneider. Er starb 2016 mit 95 Jahren in Chicago.
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| Quelle |
Hausstandsbücher, Namensliste Wiedergutmachungsamt 1963
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