Der Nationalsozialismus wirft seine Schatten weit in die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft. Auschwitz, Judentum und Antisemitismus bleiben auch nach 1945 weiterhin ein zentraler Angel- und Bezugspunkt deutscher Kultur, deutscher Politik, der deutschen Gesellschaft insgesamt. Es hat nach dem Krieg durchaus nicht an positiven Bemühungen gefehlt, sich mit der NS-Zeit und ihrer Ideologie auseinanderzusetzen. Andererseits verherrlichten
Ewiggestrige weiter den Nationalsozialismus und setzten das völkisch-identitäre Denken fort. In dem Vortrag wird einerseits der Fokus auf Personen wie Heinrich Globke oder Kurt Georg Kiesinger gelegt. Auf der anderen Seite gab es Männer wie Willy Brandt, Theodor W. Adorno oder Fritz Bauer, die für ein anderes Deutschland standen.
Dr. Ludger J. Heid ist Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist.
Dieser Termin ist kostenfrei.