02. September 2026, 13:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Die Stadt Gelsenkirchen hat vor dem Hintergrund von stark steigenden Schülerzahlen, die weit in die 2030er Jahre hineinreichen werden, eine Schulbauinitiative gestartet.
Mit dem Spatenstich für das zunächst als Oberstufengebäude gedachte Bauwerk der Gesamtschule im April 2024 wurde das Projekt auf den Weg gebracht.
Das Gebäude wird gemeinsam mit einem weiteren Ausbau eine sechszügige Gesamtschule bilden, die später das denkmalgeschützte Schalthaus mit einbezieht.
„Was uns in der Primarstufe mit der Eröffnung der Grundschulen an der Ebersteinstraße und an der Gräfte gelungen ist, schaffen wir heute erstmalig auch mit einer Gesamtschule“, so Oberbürgermeisterin Andrea Henze. „Damit wird die Schullandschaft in Gelsenkirchen sinnvoll erweitert durch eine Schule, die modern und gut ausgestattet ist und es jedem Kind ermöglicht in seinem eigenen Tempo zu lernen und die die bestmögliche Förderung bietet und hilft Talente und Potentiale zu entwickeln.“
Schulleiter Jens Fasel und die Oberbürgermeisterin gaben in einer kleinen Feierstunde heute am Vormittag den Weg frei in das Schulgebäude, nachdem eine Schülerin das vor den Eingang gespannte Band durchschnitten hat.
Das Oberstufengebäude ist komplett intern von der Stadt geplant und auch ausgeschrieben worden. Die Bauleitung und die Projektleitung ist ebenfalls durch die Fachbereiche der Stadt Gelsenkirchen übernommen worden.
Das Gebäude wurde mit seriell hergestellten Modulbauelementen aufgebaut. Die einzelnen Teile wurden weitestgehend in einem Fertigteilwerk komplett vorgefertigt. Diese Bauweise ermöglichte einen Fertigstellungstermin bereits im August 2025.
Die Stadt Gelsenkirchen hatte nach der eingetretenen Verzögerung beim Bau des 6-zügigen Sek I-Gebäudes der Gesamtschule (Kulturschule) an der Europastraße, die Errichtung des 3-zügigen Oberstufengebäudes zeitlich vorgezogen. Nach der schulrechtlichen Inbetriebnahme der Gesamtschule können die ersten zwei Eingangsjahrgänge 2026 dann zunächst im neu errichteten Oberstufengebäude beschult werden.
Das Schulgebäude besteht aus 76 Modulen und verfügt über eine Nettogrundfläche von etwa 3.400 Quadratmetern. Es gibt 10 Klassen- bzw. Kursräume sowie Fachräume für Musik, Kunst und Informatik und naturwissenschaftliche Räume für Physik, Chemie und Biologie. Ergänzt wird das Rauangebot durch eine Bibliothek, einen Mehrzweckraum, eine Cafeteria sowie erforderliche Technik-, Lager- und Erschließungsflächen sowie Verwaltungsräume.
Die Fassade besteht aus vorgehängten Elementen aus Holz und HPL-Fassadentafeln. Das Gebäude erreicht einen KfW 40-Standard. Das Dach ist mit einer Photovoltaikanlage und einem ergänzenden Gründach ausgestattet.
Der Zugang erfolgt über drei innenliegende Treppenhäuser. Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit.
Das Gebäude ist für bis zu 200 Schülerinnen und Schüler als ein freistehender, dreigeschossiger, nicht unterkellerter Baukörper mit Seitenlängen von 63,80 x 25,20 Metern errichtet worden und ist einschließlich der WC-Anlagen komplett barrierefrei.
Die Besonderheit bei diesem Schulbauprojekt ist die vorübergehende Nutzung der Sekundarstufe I, bis zur Fertigstellung des benachbarten Schulgebäudes.
In dieser Übergangszeit werden Teilbereiche für die Mittagsversorgung genutzt. In dem Differenzierungs- und Mehrzweckraum werden in drei Schichten Mahlzeiten serviert.
Der Bereich der Cafeteria steht zeitweilig dem Cateringservice zur Verfügung.