27. August 2026, 18:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Schilder weisen die Elternhaltestellen aus. Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen
Zum Start des neuen Schuljahres 2026/2027 geht die Stadt Gelsenkirchen neue Wege für mehr Sicherheit und weniger Autoverkehr rund um Grundschulen: Ab dem 2. September werden an der GGS Albert-Schweitzer-Straße sowie an der Grundschule An der Gräfte erstmals sogenannte Elternhaltestellen eingerichtet und erprobt.
Eltern sollen ihre Kinder künftig in einiger Entfernung zur Schule aus dem Auto aussteigen lassen. Den verbleibenden Weg legen die Schülerinnen und Schüler zu Fuß zurück. Die speziell ausgewiesenen Haltebereiche sollen dazu beitragen, den Hol- und Bringverkehr unmittelbar vor den Schulen zu entzerren und damit gefährliche und unübersichtliche Verkehrssituationen zu vermeiden.
Die Elternhaltestellen werden durch das Verkehrszeichen „eingeschränktes Haltverbot“ mit einem entsprechenden zeitlichen Zusatz eingerichtet. Damit ist dort zu den festgelegten Zeiten ein kurzzeitiges Halten zum Absetzen und Abholen von Schülerinnen und Schülern möglich. Zusätzlich werden die Flächen mit einem Schild „Elternhaltestelle“ gekennzeichnet. Außerhalb der angegebenen Zeiten stehen die Flächen allen Verkehrsteilnehmenden zur Verfügung.
Bei der Auswahl der Standorte wurde darauf geachtet, dass der weitere Schulweg möglichst sicher zurückgelegt werden kann.
Das Pilotprojekt soll zunächst Erfahrungen mit dem neuen Angebot sammeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob das Konzept die Sicherheit der Schulkinder verbessert und sich positiv auf die Verkehrssituation vor Ort auswirkt.
Damit das Konzept funktionieren kann, sind auch die Anwohnenden gefragt: Die ausgewiesenen Elternhaltestellen müssen zu den vorgesehenen Zeiten für den Hol- und Bringverkehr freigehalten werden, damit sie ihren Zweck erfüllen. Gleichzeitig sind Eltern aufgerufen, die neuen Möglichkeiten zu nutzen und ihre Kinder nicht länger direkt vor dem Schultor abzusetzen oder abzuholen.
Mit dem Pilotprojekt möchte die Stadt Gelsenkirchen einen Beitrag dazu leisten, Schulwege sicherer zu machen und Kindern gleichzeitig mehr Gelegenheit zu geben, ihren Weg zur Schule selbstständig zu erleben.