07. Mai 2026, 12:18 Uhr | Internationale Gartenausstellung 2027
Oberbürgermeisterin Andrea Henze beim Spatenstich der IGA-Themengärten. Bildrechte: Karsten Rabas
Offizieller Spatenstich für ein zukunftsweisendes Ausstellungsprojekt im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) im Nordsternpark Gelsenkirchen: Im zentral gelegenen Bereich des Zukunftsgartens (ZKG) Gelsenkirchen entsteht auf rund 4.000 Quadratmetern eine eindrucksvolle Ausstellungsfläche, auf der Mitgliedsbetriebe des Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e. V. (VGL NRW) ihr Können präsentieren. In insgesamt sechs individuell gestalteten Themengärten setzen sie sich mit der Leitfrage der IGA 2027 „Wie wollen wir morgen leben?“ auseinander.
„Die IGA soll nicht nur gefallen – sie will auch inspirieren“, sagte Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze. Die Leitfrage Wie wollen wir morgen leben? können wir übersetzen zu: Was von dem, das hier zu sehen sein wird, können wir an anderen Orten anwenden – im heimischen Garten zum Beispiel oder auf anderen öffentlichen Flächen?“
Die Gärten werden innovative, nachhaltige und ästhetisch anspruchsvolle Gestaltungsmöglichkeiten moderner Freiräume zum Thema „Gärten der Zukunft - Wie werden unsere Gärten klimaresilient?“ zeigen. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher zu inspirieren und konkrete Anreize für die Umgestaltung eigener Gärten zu geben. Gleichzeitig spiegeln die Anlagen die Leistungsfähigkeit sowie die gestalterische Bandbreite des Garten- und Landschaftsbaus wider.
Ein verbindendes Gestaltungselement bildet eine umlaufende Blühwiese, die auf einem modellierten Wall angelegt wird und die einzelnen Gärten harmonisch einfasst. Besonderen Charakter erhält die Fläche durch bestehende Kastenlinden, die bereits zur Bundesgartenschau 1997 gepflanzt wurden. Sie spenden Schatten und verleihen dem Areal eine gewachsene, atmosphärische Struktur. Ein durchgängiger Weg führt entlang aller Themengärten und lädt dazu ein, die unterschiedlichen Gestaltungskonzepte aus nächster Nähe zu erleben. Sitzgelegenheiten zwischen den Gärten schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualität.
„Die IGA 2027 steht für nachhaltige Stadtentwicklung, für klimaangepasste Lebensräume und für die Frage, wie wir unsere Städte und Freiräume lebenswert weiterentwickeln“, sagte Josef Mennigmann, Präsident des VGL NRW. „Genau hier kann der Garten- und Landschaftsbau zeigen, was in ihm steckt. Als VGL NRW freuen wir uns sehr, dieses Projekt mit unserer fachlichen Kompetenz und dem Engagement unserer Mitgliedsbetriebe zu begleiten. Von unserer Seite aus wird hier ein Bereich entstehen, der beispielhaft zeigt, wie zukunftsfähige Freiräume aussehen können: qualitätsvoll gestaltet, klimaangepasst bepflanzt und mit einem klaren Blick auf Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und ökologische Wirkung.
Die IGA 2027 Ruhrgebiet und der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e. V. (VGL NRW) unterzeichneten auch ihren Kooperationsvertrag.
Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet: „Die täglichen Leistungen der Mitgliedsbetriebe des VGL tragen wesentlich zur Lebensqualität der Menschen, insbesondere in den Städten, bei. Und gerade solche fachlichen Beiträge wie die Themengärten sind für die Besuchenden etwas ganz Besonderes. Sie schätzen die Beratung und Anregung für ihre eigenen Gärten. Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem VGL, die wesentlich zum Erfolg unserer Gartenschau beitragen wird.“
Ergänzend zu den Themengärten schafft der VGL NRW vielfältige Angebote für Besucherinnen und Besucher: Ein „Grünes Klassenzimmer“ ermöglicht Unterricht und Workshops unter freiem Himmel für Schulklassen aller Altersstufen. Hier stehen Naturerlebnis, praxisnahes Lernen und fachliche Einblicke in die Branche im Mittelpunkt. Teil des Beitrags wird auch ein Schulgarten sein. Lehrer, Schulen und andere Beteiligte können sich informieren, wie ein Schulgarten verwirklicht, betrieben und erhalten werden kann.
Im VGL-Pavillon stehen während der gesamten Öffnungszeiten fachkundige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Beratungsgespräche zur Verfügung. Zudem werden regelmäßig Führungen durch die Themengärten angeboten, begleitet von Landschaftsarchitektinnen und -architekten sowie qualifizierten Fachkräften aus dem Garten- und Landschaftsbau.
Weiterer Anziehungspunkt ist ein großzügig gestalteter „Common Ground“, der als offene Aufenthaltsfläche zur Erholung einlädt. Und ein besonderes Highlight während der IGA 2027 bildet der „Landschaftsgärtnerische Wettbewerb Themengärten“, bei dem die beteiligten Fachbetriebe ihre Arbeiten einer fachkundigen Jury präsentieren. Der höchste Preis für die beste Gesamtbewertung ist der Ehrenpreis des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Gold, der am Ende IGA 2027 verliehen wird.