09. August 2021, 14:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Über 1200 Menschen haben sich bislang in Gelsenkirchen im Impfbus impfen lassen. Allein bei der jüngst gemeinsam mit der SSV Buer durchgeführten Aktion haben mehr als 110 Menschen das niedrigschwellige Impfangebot wahrgenommen. Zahlen, mit denen Gelsenkirchens Krisenstabsleiter Luidger Wolterhoff durchaus zufrieden ist.
Doch er kennt auch die Gründe, warum sich Menschen bislang nicht haben impfen lassen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben bei der Rückverfolgung von Menschen, die in Quarantäne mussten, auch nach deren Impfstatus gefragt. „Dabei gab es eine ganz Palette an Gründen, warum die Menschen noch nicht geimpft sind: Viele haben nach eigenen Angaben die Impfung vor sich hergeschoben oder hatten keine Gelegenheit, sich impfen zu lassen. Für sie wird weiterhin das Impfangebot in den Impfbussen gemacht. Doch leider gibt es auch Impfgegner oder -skeptiker, Menschen, die Vorbehalte gegen den Impfstoff oder Angst vor Nebenwirkungen haben“, weiß Luidger Wolterhoff. Ja, es gäbe sogar Menschen, die sich für so stark und gesund halten, dass ihnen Corona nichts anhaben könne.
„Viele gut trainierte Sportlerinnen und Sportler sind an Corona erkrankt. Manche kämpfen heute noch mit den Folgen. Selbst Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan konnte sich tagelang kaum bewegen und fand nur mühevoll zur alten Fitness. Außerdem sind die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung noch längst nicht erforscht“, gibt Wolterhoff zu bedenken. Um Vorbehalten gegen das Impfen und Ängsten zu begegnen, bittet er die Bürgerinnen und Bürger um ihre Unterstützung: „Das Gespräch im Freundes- oder Verwandtenkreis über eigene Erfahrungen mit der Erkrankung oder mit dem kleinen Piks hilft hoffentlich, von der Notwendigkeit und der Impfung und ihrer schützenden Wirkung zu überzeugen. Auch Ärztinnen und Ärzte oder Personen, die für andere ein Vorbild sind und viele Menschen erreichen, bitte ich, für die Impfung zu werben.“
Allen, die sich impfen lassen wollen, wird weiterhin ein niedrigschwelliges Impfangebot gemacht. „Der Impfbus wird auch in den nächsten Wochen unterwegs sein“, kündigt Wolterhoff an. So werde zum Beispiel Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Schulen nach den Ferien ein breites Impfangebot gemacht und ähnlich wie mit der SSV Buer auch mit YEG Hassel und Arminia Ückendorf zusammengearbeitet, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Wolterhoff: „Wir freuen uns über die Unterstützung durch Vereine und Verbände, die über ihre Kanäle die Menschen erreichen, die die Gelegenheit zur wichtigen Impfung noch nicht ergriffen haben.“