09. März 2021, 15:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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In den vergangenen Tagen häufen sich im Impfzentrum die Fälle von Personen, die sich über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe einen Impftermin für über 80-jährige buchen, obwohl sie jünger sind. „Wir lassen uns von jedem Besucher den Ausweis zeigen. Wer die Bedingungen nicht erfüllt, den müssen wir wieder wegschicken. Und das tun wir auch konsequent“, erläutert Ansgar Stening, Leiter des Impfzentrums.
Die Fehlbuchungen durch das Vordrängeln führen allerdings nicht nur zu ärgerlichen Diskussionen vor Ort, sondern sie stören auch den Ablauf der Impfungen erheblich. Bei bis zu 30 Fehlbuchungen am Tag bleiben am Abend dann nämlich 30 Impfdosen übrig, für die kurzfristig und sehr aufwändig impfberechtigte Personen gefunden werden müssen. Gleichzeitig verlängern sich so die Wartezeiten durch die Fehlbuchungen für alle anderen.
„Das ist ein höchst unsolidarisches Verhalten“, so Luidger Wolterhoff, Leiter des Krisenstabs, der daher an die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener appelliert: „Bitte buchen sie nur einen Termin, wenn sie tatsächlich dazu berechtigt sind. In den kommenden Wochen werden auch die Hausärztinnen und Hausärzte impfen und wir hoffen alle gemeinsam, dass sich das Impfgeschehen dann weiter beschleunigt.“ Im Gelsenkirchener Impfzentrum Emscher-Lippe-Halle sind derzeit am Tag bis zu sechs Impfstraßen geöffnet. Täglich werden rund 700 Personen geimpft.