21. Juli 2020, 15:43 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 21. Juli 2020, 15:43 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
Vom kürzlich vorgestellten Projekt LernBuddy, das Kinder an Grundschulen fördert, über die Unterstützung der Inklusion bis hin zu unterschiedlichen Hilfen in der Corona-Krise reichen die Angebote der Gelsenkirchener Ehrenamtsagentur. Ohne gut vernetzt zu sein, ist all das nicht möglich. Nun ist die Stadt Gelsenkirchen selbst einem weiteren Netzwerk offiziell beigetreten und ist Teil des „Kommunen-Netzwerks: engagiert in NRW“.
In der von Oberbürgermeister Frank Baranowski unterzeichneten Beitrittserklärung heißt es: „Die Förderung und Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements kann umso nachhaltiger wirken, je stärker der Austausch und die Vernetzung der unterstützenden Akteure gelingt. Dies zu organisieren, ist eine wichtige Aufgabe des Landes und der Kommunen.“
Bereits vor dem offiziellen Beitritt zum Kommunen-Netzwerk hat sich die Ehrenamtsagentur immer wieder mit Nachbarkommunen und dem Land ausgetauscht. Dazu zählten zum Beispiel Entwicklungswerkstätten für kommunale Engagementstrategien. Dort ging es um Themen wie die Gewinnung von Unternehmen als Kooperationspartner oder auch um die Frage, wie ehrenamtliche tätige Vorstände unterstützt werden können.
„Wir haben schon lange einen guten Draht zum Land“, betont Beate Rafalski, Geschäftsführerin der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen. So sei die Landesunterstützung in Höhe von 20.000 Euro, um auch in Coronazeiten ehrenamtliche Arbeit zu ermöglichen, schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt worden. „Das Geld wird zum Beispiel für so genannte Spuckwände genutzt, oder auch um den Austausch auf digitalen Weg zu eröffnen“, erläutert Beate Rafalski.
Um den guten Draht noch ein Stückchen kürzer zu machen, sei Gelsenkirchen nun auch offiziell beigetreten, so Rafalski und ergänzt: „Angefragt wurden wir immer wieder mal, und jetzt sind wir den Schritt gegangen.“ Eingebracht hat sich Gelsenkirchen bereits bei der Entwicklung einer Smartphone-App für die Ehrenamtskarte NRW, die es in Gelsenkirchen schon länger gibt. „Die Ehrenamtskarte ist eine Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement und bietet regional und darüber hinaus Vergünstigungen beim Eintritt in Museen, Schwimmbäder und vieles mehr. Künftig werden die Vergünstigungen per App abrufbar sein“, erklärt Beate Rafalski, die durchaus stolz darauf ist, dass Gelsenkirchen um Unterstützung gebeten wurde. Zur Entwicklung der App gab es eine enge Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Vernetzte Stadt.
Auch den in Gelsenkirchen ausgegebenen „Heldenpass“ hat Gelsenkirchen in das Kommunennetzwerk als Blaupause für ähnliche Projekte eingebracht, so Rafalski. „Der Heldenpass ist eine Broschüre, in dem verschiedenste Angebote für ehrenamtliche Engagements für einen Tag oder wenige Stunden zu finden sind. Schülerinnen und Schüler ab der neunten Jahrgangsstufe bekommen so die Möglichkeit verschiedenste Angebote kennenzulernen und auszuprobieren“, erklärt sie.
Andere Angebote und Möglichkeiten ehrenamtlicher Arbeit im Land und den Nachbarkommunen kennenlernen, ausprobieren, sich austauschen und inspirieren lassen - das wird die Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen noch weiter ausbauen. „Nachdem nun die Beitrittserklärung offiziell von Oberbürgermeister Frank Baranowski und der Staatssekretärin Andrea Milz unterschrieben wurde, steht der verstärkten Netzwerkarbeit nichts mehr im Wege“, freut sich Beate Rafalski.