31. Januar 2020, 13:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Das Interventionsteam EU-Ost der Stadt Gelsenkirchen hat nach Hinweisen aus der Bevölkerung und aufgrund eigener Erkenntnisse am Donnerstag, 30. Januar 2020, Häuser in der Kirchstraße und der Hauptstraße überprüft. Das gemischte Team aus Kommunalem Ordnungsdienst (KOD), Baubehörde und Wohnungsaufsicht, Arbeitsverwaltung, Polizei, Stromversorger und Sprachmittlern führte dabei umfangreiche Kontrollen durch.
Von in den beiden Häusern insgesamt 104 gemeldeten Personen konnten lediglich 69 angetroffen werden. 13 Personen wohnen offensichtlich nicht mehr unter diesen Adressen und werden von Amtswegen abgemeldet. 12 Personen waren nicht gemeldet und wurden zur Anmeldung aufgefordert. Aufgrund von Meldeversäumnissen wird gegen zwei Personen ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Polizei konnte einen Haftbefehl vollstrecken. Drei Familien wurden dem Jugendamt gemeldet, da Hinweise auf Verwahrlosung festgestellt wurden.
In dem Gebäude an der Kirchstraße mussten durch das Bauordnungsamt vier Nutzungsuntersagungen ausgesprochen werden. Eine Dachgeschosswohnung wurde wegen des fehlenden zweiten Rettungsweges sofort geräumt. Gegen den Eigentümer des Gebäudes wird ein bauordnungsrechtliches Verfahren eingeleitet.
In der Hauptstraße wurden durch das Bauordnungsamt vier Nutzungsuntersagungen ausgesprochen. Weiterhin wird der Eigentümer zur Mängelbeseitigung im Treppenhaus aufgefordert. Durch den Stromanbieter wurden aufgrund von Zahlungsrückständen zwei Stromzähler gesperrt.
Der Verkehrsüberwachungsdienst hat im unmittelbaren Umfeld der Kirchstraße ein Fahrzeug abgeschleppt und vier Verwarnungen ausgesprochen. Wegen fehlender Feinstaubplakette wurde gegen einen Fahrzeughalter ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Auch im unmittelbaren Umfeld der Hauptstraße hat der Verkehrsüberwachungsdienst eine Verwarnung ausgesprochen sowie vier Bußgeldverfahren wegen fehlender Feinstaubplaketten eingeleitet.