29. August 2019, 14:13 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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In einer Anwohnerversammlung in den Räumen der „Blauweissen Fahrschule GE“ an der Kurt-Schumacher-Straße 118 unterstrich Stadtbaurat Martin Harter noch einmal, dass die Stadt Gelsenkirchen den Stadtteil Schalke Nord sehr deutlich im Fokus hat und es bereits umfangreiche Planungen und auch schon erste eingeleitete Maßnahmen gibt, um der in Teilen des Stadtteils schwierigen und herausfordernden Situation entgegenzuwirken.
„Die teilweise beunruhigende Lage in einigen Teilen von Schalke Nord kennen wir. Und deshalb arbeiten wir auch schon seit geraumer Zeit daran, Schalke Nord möglichst rasch zum offiziellen Stadterneuerungsgebiet zu machen“, so Harter. Als offizielles Stadterneuerungsgebiet stünden dann umfangreiche Fördermittel für städtebauliche und soziale Maßnahmen zur Verfügung. Aber bevor das soweit ist, müssen formale Voraussetzungen erfüllt sein. „Und genau daran arbeiten wir bereits“, erklärt Harter. Zentrale Voraussetzung ist ein Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) für den Stadtteil. Das wird derzeit von der Stadtverwaltung vorbereitet und soll in der ersten Jahreshälfte 2020 unter Einbeziehung der Bürgerschaft erarbeitet werden.
Unverzichtbar für die Aufstellung eines solchen Konzepts für den Stadtteil sei allerdings, dass sich Gewerbetreibende, Immobilieneigentümerinnen und –eigentümer und andere Akteurinnen und Akteure aus dem Stadtteil mit ihren Konzepten, Projekten und Vorschlägen einbringen. „Die zukunftsfähige Entwicklung von Schalke Nord und die Revitalisierung der Schalker Meile ist eine solch große Aufgabe – die kann nur gelingen, wenn alle gemeinsam daran arbeiten“, appellierte der Stadtbaurat an die Anwesenden und kündigte an, dass die Stadt zur Vorbereitung schon bald die Akteure zu verschiedenen Themengesprächen für Schalke Nord einladen wird. Martin Harter verband damit die Hoffnung, dass das Engagement der Anlieger, das sich in der Organisation der Versammlung gezeigt hat, möglichst auch für die langfristige Entwicklung des Stadtteils gewonnen und gleichzeitig gemeinsam erörtert werden kann, welche Möglichkeiten bestehen, auch kurzfristig für eine Verbesserung im Quartier zu sorgen. Harter: „Es wäre schön, wenn möglichst viele Akteure und Bewohnerinnen und Bewohner dabei sind und wir zusammen daran arbeiten, die Situation in Schalke Nord Schritt für Schritt zu verbessern.“
Er verwies darauf, dass bereits einiges in die Wege geleitet sei, und das nicht erst seitdem sich Ende März Oberbürgermeister Frank Baranowski bei einem Rundgang durch Schalke Nord ein Bild, der Lage gemacht hat. So ist im Rahmen der städtischen Initiative „…weil es UNSERE STADT ist!“ Schalke und Schalke Nord zweites Schwerpunktquartier für Sicherheit und Ordnung geworden mit noch intensiveren Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdienstes und noch kürzeren Reinigungsintervallen. Über 20 Objektüberprüfungen von Häusern in Schalke Nord hat es in den vergangenen Monaten gegeben. Erst in der letzten Woche sind zwei Häuser an der Kurt-Schumacher-Straße für unbewohnbar erklärt und geräumt worden. Eine Schrottimmobilie an der Kurt-Schumacher-Straße 110 konnte von der Stadt bereits angekauft werden und wird in Kürze niedergelegt.
Ebenfalls erarbeitet worden ist in der Stadtverwaltung gemeinsam mit örtlichen Bildungsexperten eine sozialräumliche Strategie zur Verbesserung von Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil. Erste Projekte und Maßnahmen mit Kindern und Jugendlichen in Schalke Nord haben bereits stattgefunden. Auch diese Strategie wird Eingang in das aufzustellende Integrierte Entwicklungskonzept finden.
Martin Harter betonte aber auch: „Wir werden Geduld brauchen, um die Situation in Schalke Nord dauerhaft zum Besseren zu wenden. Und ohne Ihr privates Engagement wird das auch nicht gehen.“