09. April 2019, 13:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Bildrechte: theatergildenast
Seit Anfang März dreht sich in sieben Kitas im Gelsenkirchener Süden alles rund um die Sonne, ein Kind und die Kunst. Denn zum ersten Mal finden in Gelsenkirchen die Kinderkulturtage statt.
Insgesamt 100 Kinder, aufgeteilt in zehn Gruppen, lernen im Zusammenspiel mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedliche Kunstsparten kennen. Für diese Arbeit konnten Paula C. Collins, Sabine Leichner-Heuer, Norbert Labatzki und Alma Gildenast gewonnen werden. Einmal in der Woche arbeiten sie kreativ mit den Kindern: mit Musik, Gesang, Theater, Tanz und der bildenden Kunst. Sind die Kinder vertraut mit dem „Handwerkskasten“, erarbeiten sie zusammen mit den Profis das Theaterstück „Als die Sonne ein Kind war“.
Höhepunkt der Kinderkulturtage ist die Aufführung vor Publikum am Weltkindertag am 1. Juni 2019 um 10 Uhr im Hans-Sachs- Haus. Dort haben die kleinsten Künstlerinnen und Künstler Gelsenkirchens dann ihren großen Auftritt.
Vertreten sind die Kitas Flöz Sonnenschein, Glückauf, Blumendelle, Freiligrathstraße, Küppersbuschstraße, Tannenbergstraße und Laarmannshof. Filmisch wird das Projekt begleitet von Roman Milenski.
Die Idee, etwas Künstlerisches für „ die ganz Kleinen“ zu schaffen, entstand im gemeinsamen Gespräch der MiR-Stiftung mit der Stadt Gelsenkirchen. Hier wurde auch die Möglichkeit geschaffen, ein solches Projekt zu fördern und auf den Weg zu bringen. „Wir möchten unseren Kindern die Chance geben, schon früh die Vielfalt und Faszination von Musik, Tanz, Spiel und Theater zu entdecken und sich eine eigene Welt aus Bildern, Farben Klängen und Tönen selbst zu erschaffen“, so Dr. Klaus Bussfeld, Vorsitzender der MiR-Stiftung.
„Kinder erobern sich die Welt singend, tanzend, malend und spielend. Sie denken in Bildern. Die Aufgabe der Kulturellen Bildung besteht darin, dem kindlichen Drang nach kreativem Tun Raum, Material und „Futter“ zur Entfaltung zu geben – und genau das tut dieses Projekt als ein Baustein in der kulturellen Bildungslandschaft Gelsenkirchens“, zeigt sich Annette Berg, Vorstand für Kultur der Stadt Gelsenkirchen, begeistert.
Für die Konzeptionierung und die Umsetzung des Projekts zeichnet das theatergildenast verantwortlich.
Vorlage für das Theaterstück „Als die Sonne ein Kind war“ ist das gleichnamige Kinderbuch von Ámbar Past (Autor), Tamana Araki (Illustrator), Maruch Mendes Peres (Erzähler), Jochen Weber (Übersetzer), erschienen bei Baobab Books, Basel. Es behandelt einen Schöpfungsmythos der mexikanischen Tzotzil-Maya, poetisch und in Erzählform dargestellt.