22. August 2018, 11:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Nachdem in den vergangen Tagen die neuen Sitzstufen am Busbahnhof Buer kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert worden sind, haben sich am Montag Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchener Behindertenverbände und Selbsthilfegruppen (AGB), der AG Barrierefreies Planen und Bauen und der Verwaltung zusammengesetzt, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die Sitzstufen besser erkennbar zu machen.
Die Verwaltung hatte die Sitzstufen einbauen lassen, um die Aufenthaltsqualität am Busbahnhof zu erhöhen. Gleichzeitig stellen die Stufen auch ein gestalterisches Moment zur Auflockerung der Treppenanlage dar.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Gelsenkirchener Behindertenverbände sehen in den Sitzstufen eine bedingte Gefahr für Menschen mit Sehbehinderungen und erneuerten ihren Wunsch zur Nachbesserung. Sozialdezernent Luidger Wolterhoff lud deshalb kurzfristig zu einem Gespräch ein.
Gemeinsam wurde dabei die Idee entwickelt, die Stufen durch eine andersfarbige Gestaltung besonders hervorzuheben. Diese Maßnahme soll die Gefahr für sehbehinderte Menschen verringern.
Dieter Harwardt und Günter Gajewski (beide AGB) sowie Eckhard und Brigitte Kroll (AG Barrierefreies Planen und Bauen) haben sich mit Bettina Lenort und Chantal Ojstersek vom Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen und mit dem Senioren- und Behindertenbeauftragten Julius Leberl vor Ort verabredet, um die künftige Farbgestaltung direkt an den Stufen mit Farbtafeln auszuprobieren.
Luidger Wolterhoff sieht in der unkomplizierten Verabredung ein gelungenes Beispiel bürgerschaftlicher Beteiligung: „Das Fachwissen der Betroffenen wird in der Verwaltungsentscheidung berücksichtigt“.