14. März 2018, 18:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Gelsenkirchen hat eine lebendige Kunst- und Kulturszene. Je stärker diese untereinander vernetzt ist, um so dichter wird das kulturelle Angebot einer Stadt. Eine Möglichkeit zum Netzwerken ist der jährliche Kulturempfang der Stadt Gelsenkirchen.
Auch 2018 war der Kulturraum "die flora", traditioneller Veranstaltungsort des Kulturempfangs, gut gefüllt. Für die musikalische Einstimmung sorgte Jonas Passenberg, Preisträger von „Jugend jazzt“ und Schüler der Städtischen Musikschule.
Stadträtin Annette Berg betonte in ihrer Rede die Bedeutung der Kultur für Gelsenkirchen: "Kommunale Kulturpolitik hat über die kulturelle Grundversorgung hinaus eine weit wichtigere, zentrale Position in der Stadtpolitik: Sie ist Gesellschaftspolitik in der Gegenwart und für die Zukunft." Ob Stadtentwicklung, Partizipation, Bildung oder kulturelles Erbe - all das trägt und formt Kultur. Dabei greifen kulturelle Bildung und Kunst ineinander, denn ohne ein qualitätsvolles und professionelles Angebot von Kunst in all ihren Facetten kann kulturelle Bildung nicht vermittelt werden.
Kultur stärkt auch die solidarische Stadtgesellschaft - inbesondere dann, wenn sich wie in Gelsenkirchen Kulturanbieter und Kulturschaffenden sich als Teil genau dieser solidarischen Stadtgesellschaft verstehen. Annette Berg: "Sie haben die Herausforderungen im Blick, denen sich unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger täglich stellen müssen. Ihnen geht es nicht um Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung, sondern eben um einen solidarischen, einen helfenden Beitrag für die Stadtgesellschaft."
Der Kulturempfang bietet auch die Gelegenheit, einen Moment für jüngst verstorbene Menschen innezuhalten, die die Kulturlandschaft Gelsenkirchens bereichert und belebt haben. Wiltrud Apfeld, die Leiterin des Kulturraums "die flora" erinnerte an den Kulturredakteur und Autor Hans-Jörg Loskill und an Ulrich Spiegelberg.