08. September 2017, 10:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Sammeln, Vermitteln, Forschen und Bewahren sind die Kernaufgaben jedes Museums. Zum Bewahren gehört dabei die regelmäßige Reinigung und Restaurierung der Kunstwerke einer Sammlung, damit diese auch zukünftig erhalten bleiben und gezeigt werden können.
In den vergangenen Jahren hat das Kunstmuseum Gelsenkirchen zahlreiche Gemälde, Grafiken und kinetische Objekte restaurieren können. In der aktuellen Präsentation im Schaufenster des Museums werden nun acht Objekte, die im Jahr 2016/17 fertiggestellt wurden, präsentiert. Dies reicht von Gemälden, die um 1900 entstanden sind und ein starkes Craquelé (Netz von Rissen und Sprüngen in der Malschicht) aufweisen, bis zu Werken der 1960er und 70er Jahre, die auf Grund ihrer besonderen Materialzusammensetzung gefestigt werden mussten. Oder – exemplarisch für eine Vielzahl von kinetischen Objekten – eines, dessen Motor überarbeitet wurde, so dass es nun wieder reibungslos funktioniert.
In der Präsentation wird klar, dass Restaurierung nicht „wieder neu machen heißt“, sondern ein Prozess des Erhaltens und Bewahrens ist. Der Erhalt und die Stabilisierung von Originalsubstanz und die verbesserte Lesbarkeit des Kunstwerks stehen dabei jederzeit im Fokus der Arbeiten.
Ergänzt wird diese Präsentation durch eine Fotodokumentation der Arbeit der Gemälderestauratorin Martina Kerkhoff. Hier wird die hochspezialisierte Arbeit der Restauratorin für den Besucher erlebbar.
Die Restaurierung der Gemälde wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. Seit 2015 fördert die Wüstenrot Stiftung das Projekt „Strategien zum Erhalt und zur Präsentation der kinetischen Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen“ innerhalb dessen auch das kinetische Objekt von Hans Geipel restauriert werden konnte.
Die Ausstellung im „Schaufenster“ des Kunstmuseums ist ab Dienstag, 12. September 2017, geöffnet.