28. November 2016, 11:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Das Institut für Stadtgeschichte lädt am Mittwoch, 30. November 2016, um 19 Uhr Interessierte zu einem Vortrag von Referent Dr. Henry Wahlig mit anschließender Diskussion in die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen ein. Von 18 bis 19 Uhr findet vor der Abendveranstaltung eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ statt.
In dem Vortrag wird die Geschichte der jüdischen Sportbewegung in Gelsenkirchen vor und während der NS-Zeit aufgearbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung in Gelsenkirchen, wo bis 1938 mindestens drei jüdische Sportvereine aktiv waren und erstaunliche Aktivitäten entfalteten.
Viele der deutschen Juden waren bis 1933 in überkonfessionellen Sportvereinen aktiv. Sie nutzten den Sport als Motor für ihre Integration in die bürgerliche Gesellschaft. Bereits im Laufe des Jahres 1933 wurden die meisten Juden dann in vorauseilendem Gehorsam von ihren Vereinen ausgeschlossen. Juden durften fortan nun nur noch in rassisch separierten Klubs Sport treiben. Diese Zusammenschlüsse wuchsen bis zu ihrer Zerschlagung durch das NS-Regime im November 1938 zu einer der wichtigsten Säulen des jüdischen Alltagslebens heran.