04. November 2016, 11:13 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Abstrakte Malerei und Skulptur sind zentrale Bestandteile der Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen. Eine Besonderheit der abstrakten Kunst und somit auch des Gelsenkirchener Bestands sind zwei Bildteppiche von Hans Arp und Mario Prassinos, die zwar seit den 1950er-Jahren im Besitz des Kunstmuseums sind, aber seit über 40 Jahren nicht mehr gezeigt wurden. Nach einer Restaurierung werden sie nun vom 8. November 2016 bis 6. März 2017 im Türmchen des Museums präsentiert.
Für beide Künstler stellte diese textile Ausdrucksform einen wichtigen Aspekt ihres künstlerischen Schaffens dar und beide Tapisserien repräsentieren eine organische Abstraktion. In Hans Arps „Squelette et Moustache” sind eben jene natürlichen Figuren – ein Skelett und ein Schnurrbart – in Schwarz auf leuchtend gelbem Grund abstrakt gedacht. In seiner Klarheit ist dieser Teppich eine typische Arbeit des Wegbereiters der Moderne. Mario Prassinos Bildteppich „L‘arbre de mai“ abstrahiert die organischen Formen eines Baumes in warmen natürlichen Farben und schafft so ein komplexes, abstraktes Kunstwerk.