14. September 2016, 11:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Zwei außergewöhnliche Personen stehen im Zentrum der nächsten beiden Filme im Kommunalen Kino: eine Frau, die sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Tochter begibt, und ein Rabbi mit bewegtem Leben. Das von Pedro Almodovar verfilmte Melodrama „Julieta“ wird am Sonntag, den 18. September 2016 um 12.45 und am Montag, 19. September 2016 um 18.00 und 20.30 Uhr in der Schauburg (Horster Str. 6) gezeigt. Weiter geht es mit dem unter der Regie von Britta Wauer entstandenen Dokumentarfilm „Rabbi Wolff“, der am Dienstag, den 20. September um 18.00 und 20.30 Uhr ebenfalls in der Schauburg zu sehen ist.
Julieta, die verwitwete Hauptdarstellerin des gleichnamigen Melodramas, möchte ein neues Leben beginnen und plant mit ihrem Lebensgefährten Lorenzo gerade einen Umzug von Madrid nach Portugal, als sie zufällig Beatriz, eine enge Jugendfreundin ihrer seit vielen Jahren verschwundenen Tochter Antía trifft. Beatriz berichtet, dass sie Antía erst kürzlich am Comer See getroffen hat, kennt aber nicht deren Wohnort. Julieta schöpft neue Hoffnung, die schmerzlich vermisste Tochter wiederzusehen. Sie setzt die gemeinsame Zukunft mit dem ahnungslosen Lorenzo aufs Spiel, bleibt in Madrid zurück und beginnt, sich zu erinnern.
In dem Dokumentarfilm „Rabbi Wolff“ wird der vielleicht ungewöhnlichste Rabbiners der Welt porträtiert: Geboren 1927 in Berlin, flüchtete William Wolff im Alter von sechs Jahren mit seiner jüdischen Familie vor den Nazis aus Deutschland – zunächst nach Amsterdam, dann nach London. Dort studierte er u.a. Nationalökonomie und schlug eine journalistische Laufbahn ein. Erst 1979 begann William Wolff eine Ausbildung zum Rabbiner, danach übte er das Amt in einigen britischen Städten aus, ehe er 2002 zum Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern berufen wurde. Als Geistlicher setzte er sich für den Dialog zwischen den Religionen ein und hielt stets an der Maxime fest, dass das Leben vor allem Spaß machen muss. 2014 ging Rabbi Wolf in den Ruhestand, ist aber seitdem weiterhin höchst aktiv.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber erhalten Ermäßigungen.