06. September 2016, 11:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Flüchtlingsnotunterkunft Mehringstrasse in Gelsenkirchen-Scholven feierte am Freitag, 2. September 2016, ein großes Sommerfest, zu dem auch Familien aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Landeseinrichtung, Vertreter von Bezirksregierung und Stadtverwaltung, Landtag und Stadtrat, ehrenamtliche Helfer, Angehörige von Wohlfahrtsverbänden und Kirchen eingeladen waren.
Das Fest wurde von den 47 momentan in der Einrichtung wohnenden Flüchtlingen aus elf verschiedenen Ländern gestaltet. Mitwirkende waren außerdem 90 alleinreisende Jugendliche. Im Laufe des vergangenen Jahres waren sie in der Notunterkunft vorübergehend aufgenommen worden und dann in intensiv betreute kleingruppen-orientierte Wohnheime, eigene Wohnungen oder Pflegefamilien weitergeleitet worden.
Viele dieser Jugendlichen hatten ihre Schicksalsgenossen der ersten Wochen in Deutschland nach dem Verlassen der Notunterkunft aus den Augen verloren und freuten sich sehr über das Wiedersehen anlässlich des Sommerfestes. Mehrere ehrenamtlich betriebene "Bazar"-Stände boten auf dem Schulhof mit viel Liebe zubereitete kulinarische Köstlichkeiten aus dem angestammten arabischen, afrikanischen oder vorderasiatischen Kulturkreis an. Aber auch an Liebhaber der lokalen Küche war gedacht worden und Bratwürste des benachbarten Fußballvereins Borussia-Scholven, Kaffee und Kuchen des Stadtteiladens Scholven-Hassel und der evangelischen Kirche sowie Currywurst und Hähnchendöner eines Gelsenkirchener Caterers fanden regen Zuspruch.
Das Betreuerteam des Deutschen Roten Kreuzes unter Leitung von Dr. Friedhelm Betke konnte bei strahlendem Sonnenschein viele Gäste empfangen, die gleichermaßen das kulinarische und das präsentierte Informationsprogramm wahrnahmen. Unter den Gästen waren auch Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, die Landtagsabgeordnete Heike Gebhard, Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann, der Sozialdezernent der Stadt Gelsenkirchen Luidger Wolterhoff und der Leiter des Referats Soziales, Hans-Joachim Olbering.
Nach ausführlicher Besichtigung der Einrichtung, Gesprächen mit Betreuern und Gästen äußerte Herr Prof. Klenke sich sehr beeindruckt von der engagierten Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Hilfsverbänden, Kirchen und Stadtverwaltung mit der Landeseinrichtung. Er begrüßte die vielen offiziellen und zivilen Anstrengungen vor Ort, Flüchtlinge in die Gesellschaft aufzunehmen und zu integrieren. Heike Gebhard zeigte sich sehr angetan von der Vielfalt und dem hohen Standard der in der Mehringstrasse angebotenen Hilfen zur Alltagsbewältigung und Integration für Bewohner.