22. Juni 2016, 10:35 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Ausquartiert – der Schauburg Filmpalast bekommt eine neue Bestuhlung und so zieht das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen für drei Tage in die Apollo Cinemas an der Willy-Brandt-Allee. Das Programm indes bleibt. Zunächst präsentiert das KoKi in seiner Monatsreihe „Filmreihe national“ am Sonntag/Montag, 26./27. Juni 2016, den neuesten Ruhrgebietsfilm „Junges Licht“. Am Dienstag, 28. Juni, folgt in derselben Reihe mit „Bach in Brazil“ ein musikalischer Ausflug nach Südamerika. Im KoKi-Süd ist am Mittwoch, 29. Juni, „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ zu sehen.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen ausnahmsweise in den Apollo Cinemas (Willy-Brandt-Allee 55) statt und beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
„Junges Licht“ ist der neueste Film von Adolf Winkelmann, der darin aus der Perspektive eines heranwachsenden Bergarbeitersohns einen präzisen Blick auf das Ruhrgebiet der 1960er-Jahre wirft. Der 12-jährige Julian (Oscar Brose) wächst in beengten, ärmlichen Verhältnissen auf und will später Kumpel werden wie sein Vater (Charly Hübner). Als Julians Mutter einen Nervenzusammenbruch erleidet und daraufhin zur Erholung mit der kleinen Tochter ans Meer fährt, bleiben Vater und Sohn allein zurück. Der Junge übernimmt nun erste Verantwortung im Alltag. Eines Tages erhält er vom Nachbarn Gorny (Peter Lohmeyer) eine Kamera, mit der er seine Freunde beim Baden fotografieren soll. Aber Julian beobachtet lieber Gornys frühreife 15-jährige Stieftochter, die nicht nur ihm den Kopf verdreht.
In Südamerika spielt Ansgar Ahlers Komödie „Bach in Brazil“, in der Klassik auf Samba und deutsche Gründlichkeit auf brasilianische Lebensfreude trifft. Denn völlig unerwartet erbt der ehemalige Musiklehrer Marten (Edgar Selge) ein Original-Notenblatt von Johann Sebastian Bachs Sohn, das ihm ein nach Brasilien ausgewanderter Jugendfreund hinterlassen hat. Da er die Erbschaft persönlich antreten muss, begibt er sich auf die Reise nach Südamerika. Kurz vor dem Heimflug wird dem kauzigen Marten das Gepäck mit allen Papieren und dem kostbaren Notenblatt gestohlen. Der Deutsch sprechende Brasilianer Candido (Aldri Anunciação) will ihm helfen, wenn er im Gegenzug einer Gruppe straffälliger Jugendlicher den Zauber der klassischen Musik nahebringt.
In das New York der 1950er-Jahre entführt das berührende Drama „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“. Die junge Irin Eilis (Saoirse Ronan) wandert in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach New York aus. Im italienischstämmigen Amerikaner Tony (Emory Cohen) findet sie einen Gefährten, der ihr das Leben in der Großstadt zeigt und für den schnell ihr Herz schlägt. Doch schon bald ist sie zwischen alter und neuer Heimat hin- und hergerissen.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.