15. Juni 2016, 10:53 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmreihe national“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 19./20. Juni 2016, Doris Dörries aktuellen Film „Grüße aus Fukushima“. Am Dienstag, 21. Juni, folgt in der Reihe „Kino global“ der persische Dokumentarfilm „No Land’s Song“ von Ayat Najafi. Im KoKi-Süd ist am Mittwoch, 22. Juni der Dokumentarfilm „Südafrika – Der Kinofilm“ zu sehen.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen im Normalfall am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
Die renommierte deutsche Regisseurin Doris Dörrie stellt in „Grüße aus Fukushima“ die junge Marie (Rosalie Thomass) ins Zentrum ihres sensiblen, poetischen Dramas. Marie hat ihre große Liebe verloren und will nur noch ganz weit weg. Sie schließt sich der Organisation „Clowns4Help“ an und reist ins japanische Fukushima, um dort Opfern der Erdbeben- und Atomkatastrophe von 2011 durch humoristische Auftritte etwas Freude zu bereiten. Zwar stellt Marie bald fest, dass sie eigentlich gar kein Talent für diese Aufgabe besitzt, doch anstatt zu kapitulieren sucht sie den Kontakt zu der eigenwilligen alten Geisha Satomi (Kaori Momoi), die fest entschlossen ist, zu ihrem zerstörten Haus in der Sperrzone zurückzukehren.
Ayat Najafi hat für ihren Dokumentarfilm „No Land’s Song“ die junge Komponistin Sara Najafi beobachtet, die sich gegen rigide Vorschriften der iranischen Regierung wehren will. Denn seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor einem männlichen Publikum. Sara Najafi plant nun in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert mit weiblichen Soloparts und bereitet das ambitionierte Projekt mit befreundeten Sängerinnen und Musikern in Frankreich vor. Aber die iranische Regierung versucht vehement, den Auftritt zu verhindern.
Urlaubsgefühle und Fernweh wecken die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg mit ihrer packenden Reisereportage „Südafrika – Der Kinofilm“, für den sie zwei Monate lang im Wohnmobil durch Südafrika, Swaziland und Lesotho gereist sind und jeden Tag mit der Kamera dokumentiert haben. Entstanden ist so ein Film mit besonderen Blickwinkeln, in dem sich persönliche Begegnungen mit Südafrikanern, bombastische Landschaftsbilder und detaillierte Tierbeobachtungen abwechseln.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.