25. Mai 2016, 11:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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In seiner Monatsreihe „Autorenfilme“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 29./30. Mai, „Die Kommune“ von Thomas Vinterberg. Am Dienstag, 31. Mai, folgt in der Reihe „Filmjahr national“ der Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Lars Kraume. Am Mittwoch, 1. Juni, steht der Film „Mr. Holmes“ auf dem KoKi-Programm.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
Frei nach eigenen Kindheitserlebnissen porträtiert der dänische Regisseur Thomas Vinterberg in dem Film „Die Kommune“ zwischen humorvollen und dramatischen Momenten eine Generation, die aus idealistischen Motiven kollektive Lebensformen erprobte und dabei an bis heute aktuellen Problemen scheiterte. Ausgezeichnet u. a. bei der Berlinale mit dem „Silbernen Bär“ für Trine Dyrholm als „Beste Darstellerin“. — Kopenhagen in den 1970er-Jahren. Als der Architekturdozent Erik (Ulrich Thomsen) eine große Villa erbt, fasst er zusammen mit seiner Ehefrau Anna (Trine Dyrholm) den Entschluss, das bürgerliche Familienleben aufzugeben, um mit Freunden und Bekannten eine alternative Wohngemeinschaft zu gründen. Schon bald bevölkern das Anwesen zahlreiche Paare, Singles und Kinder. Abgesehen von kleineren Reibereien verläuft das Miteinander sehr harmonisch – bis sich Erik in eine attraktive Studentin verliebt und diese dazu bewegt, der Kommune beizutreten.
„Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Lars Kraume ist ein ebenso fesselnder wie facettenreicher Film über das Leben und Wirken von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der die Auschwitz-Prozesse in die Wege leitete. Ausgezeichnet u. a. mit dem „Gilde-Preis“ der Filmkunst-Programmkinos als „Bester deutscher Film“ 2015; Kandidat für den „Deutschen Filmpreis“ 2016. — Deutschland 1957. Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt. Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.
Kaum eine literarische Figur ist so oft und in so unterschiedlicher Form für die Leinwand adaptiert worden wie Sherlock Holmes. Regisseur Bill Condon wagt mit „Mr. Holmes“ einen neuen Ansatz. — England 1947. Sherlock Holmes (Ian McKellen), mittlerweile 93 Jahre alt, lebt zurückgezogen in einem idyllischen Landhaus, betreibt Bienenzucht und erläutert dem Sohn seiner Haushälterin Mrs. Munro (Laura Linney) die Geheimnisse der Imkerei. Beunruhigt stellt der Meisterdetektiv fest, dass er zunehmend vergesslicher wird. In Holmes’ verdämmernde Gegenwart mischen sich ebenso Erinnerungen an eine Japan-Reise wie Fragmente eines letzten, bislang ungelösten Falls, dem er nun endlich auf den Grund gehen will.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.