29. April 2016, 11:27 Uhr | GeKita - Gelsenkirchener Kindertagesbetreuung
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Die Kinder kümmern sich um die Pflanzen im Hochbeet. Foto: Stadt Gelsenkirchen.
In der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Uteweg 25 in Gelsenkirchen-Resse gibt es einen Kinder-Garten im Kindergarten. Hierzu beteiligt sich die Kita an dem Projekt „Kinder-Garten im Kindergarten“ im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“.
Jede der fünf Gruppen der additiven Einrichtung bearbeitet ein eigenes Hochbeet. Nach dem Motto: „Wenn wir zusammen Wissen aussäen, erhalten wir eine blühende Welt!“ erleben die Kinder spielerisch den Kreislauf der Natur von Ruhen, Säen, Pflegen und Ernten.
Von Anfang an sind die Kinder eingebunden und übernehmen Verantwortung. Gemeinsam mit den Kindern wird entschieden, welches Obst oder Gemüse im Hochbeet wachsen soll. Regelmäßig werden die Pflanzen versorgt, schließlich geerntet und im Anschluss wird das Beet für das nächste Jahr vorbereitet.
Auf dem Außengelände können die Kinder im Naschgarten Kirschen, Äpfel, Birnen, Heidelbeeren und Johannisbeeren beim Reifen beobachten und schließlich auch probieren, von der Wiese mit essbaren Blüten naschen, auf dem Duftrasen den Gerüchen nachspüren oder auf der Schmetterlingswiese Schmetterlinge und Bienen beobachten. Da sich in unmittelbarer Umgebung des Kindergartens Felder, Wiesen und ein Waldgebiet befinden, erleben die Kinder auch im weiteren Umfeld durch regelmäßige Waldtage, Spaziergänge in der Umgebung, Besuche auf einem Bauernhof, dem jährlichen Erdbeerpflücken und Kartoffelstoppeln, was in der heimischen Natur wächst und lebt und wie dies zusammenhängt.
Der ökologische Schwerpunkt spiegelt sich auch in der Haltung zur Ernährung wider: Für die Gärten werden Biosaatgut und für die Nahrungszubereitung bevorzugt Bio-Lebensmittel sowie die selbst angebauten Kräuter und Gemüsesorten verwendet. Bewusst werden den Kindern gesunde Alternativen zu Nuss-Nougat-Creme und Weißbrot angeboten: Das Mehl wird frisch mit der eigenen Getreidemühle gemahlen und das Frühstücksbrot frisch daraus gebacken. Zuckerfreie Schokocreme wird selbst hergestellt, wie auch zum Beispiel ein Himbeeraufstrich oder eine vegetarische Leberwurst.
Ebenso ermöglicht die Sichtweise „Gemeinsam Vielfalt entdecken“ es allen Kindern, im Rahmen ihrer individuellen Fähigkeiten teilzunehmen und zu profitieren, ganz im Sinne einer wirklichen Inklusion. Das ist für die Einrichtung, in der auch Kinder mit besonderem Förderbedarf betreut werden, ein ganz bedeutender Gesichtspunkt. Auch die Kleinsten werden so für Natur und Artenschutz begeistert, erfahren wie vielfältig die Tier- und Pflanzenwelt ist und beginnen, Zusammenhänge des empfindlichen Ökosystems zu verstehen. All dies geschieht nicht nur mit dem Verstand, vielmehr erfahren die Kinder mit allen Sinnen und Emotionen die Zusammenhänge und das Schöne der Natur und nur so verknüpfen sich diese Erlebnisse zu einem Erfahrungsschatz für das ganze Leben.
Weitere Informationen können bei der Leiterin der Einrichtung, Bärbel Klären, unter Telefon 0209 782304 oder per E-Mail an kita-uteweg@gekita.de erfragt werden.